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Keine Kirchweihen, aber Festbier gibt es trotzdem

Die Absage der Volks- und Bierfeste trifft die Brauereien der Region hart - 23.04.2020 17:28 Uhr

Bei der Stadtbrauerei Spalt – hier ein Archivbild vom Spalter Bierfest – wartet man wie bei vielen Brauereien ab, ob zumindest kleinere Veranstaltungen erlaubt werden. © Archivbild: Stadtbrauerei Spalt


"Unsere Hoffnung ist, dass kleinere Vereins- und Dorffeste erlaubt sein könnten", erklärt Christoph Maurer von der Stadtbrauerei Spalt. Denn noch sei nicht klar, ob kleinere Veranstaltungen mit 50 oder 100 Teilnehmern nicht womöglich doch stattfinden könnten. "Von den Festwirten haben wir auch noch keine konkreten Rückmeldungen erhalten", so Maurer weiter: "Die warten auch noch ab."

Flaschenabfüllung als Alternative

Ansonsten laufen in der Spalter Stadtbrauerei die Vorbereitungen für die im Kalender stehenden Feste vorerst normal weiter – damit man reagieren kann, falls Lockerungen der Beschränkungen kommen und eine Veranstaltung, die stattfinden darf, dann nicht deswegen ausfallen muss, weil keine Zelte und Biertischgarnituren dafür vorbereitet worden sind. Auch ein Festbier wird es dieses Jahr geben: "Zwischen Pfingsten und Oktober haben wir immer ein Kerwa-Bier am Lager", sagt Maurer. Im Moment bietet die Stadtbrauerei auf ihrer Homepage ein Gunzenhäuser Kirchweihbier an – in der Flasche.

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Obwohl es gerade in Franken eine schien unendliche Auswahl an Bieren im Geschäft gibt, lohnt es sich auch in den eigenen vier Wänden sein eigenes Bräu herzustellen. Beim Selbstbrauen gibt es jedoch Einiges zu beachten.


Die Absage der vielen Volksfeste in der Region "ist für uns ein hartes Brot", sagt Stephan Emslander von der Hofmühl-Brauerei in Eichstätt, die normalerweise die Rother Kirchweih im August beliefern würde. Zu einem Totalausfall soll es aber nicht kommen, auch wenn auf dem Rother Festplatz wegen der Absage der Kerwa kein Bierzelt stehen wird: "Wir werden ein Festbier einbrauen und in der Flasche in den Handel bringen", so Emslander. Seine Hoffnung: "Die Leute werden ihre Feste vermissen und ihr Bier womöglich im kleinen Kreis zuhause trinken."


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Auch Emslander steht im engen Austausch mit Veranstaltern und Festwirten: "Ich telefoniere seit Tagen." Die Frage, die die meisten Gesprächspartner und ihn selbst umtreibt: Kann man ein Fest auf das nächste Jahr oder in den Herbst verschieben?" Im Moment sei vor allem die Unsicherheit das Problem, ob nach dem 31. August kleinere Veranstaltungen wieder möglich sind.

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Auch in der Pyraser Brauerei beschäftigt man sich mit den ausfallenden Kirchweihen und Volksfesten: "Wir haben schon länger mit dieser Entscheidung gerechnet und finden es vor allem für die Besucher und Veranstalter traurig, dass bis 31. August keine größeren Veranstaltungen stattfinden können", erklärt Marlies Bernreuther. Aus Pyras gibt es trotzdem wie in jedem Jahr ein Kirchweihbier – genau wie das aus Eichstätt und das aus Spalt abgefüllt in Flaschen.

Außerdem hat sich die Pyraser Brauerei nach einer 90-jährigen Zusammenarbeit mit der Stadt Hilpoltstein und dem Burgfest dazu entschlossen, auch ein Hilpoltsteiner Burgfestbier in Flaschen anzubieten.


Erst einmal ein Helles: Rothseebier kommt auf den Markt.


MARTIN REGNER E-Mail

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