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Landtagswahl in Bayern: Ergebnisse im Stimmkreis Roth

CSU sammelt meiste Erst- und Zweitstimmen - Volker Bauer gewinnt Direktmandat - 14.10.2018 21:56 Uhr

Am Sonntag hat der Stimmkreis Roth gewählt - und sich deutlich für die CSU ausgesprochen. © Detlef Gsänger


Das Direktmandat ging an Volker Bauer von der CSU, der 47-Jährige holte 36,91 Prozent aller Erststimmen. Dahinter sammelte Thomas Schneider von den Freien Wählern 15,01 Prozent vor Andreas Hofmann von den Grünen, der 14,37 Prozent der Stimmen holte. Eine Übersicht über die Erststimmen für den Stimmkreis Roth finden Sie hier.


+++ Der Tag nach der Wahl: Hier finden Sie unseren Live-Ticker! +++


Im Stimmkreis Roth gingen 44,63 Prozent der Zweitstimmen an die CSU - ein kleiner Zugewinn im Vergleich zu den 41,65 Prozent bei der Landtagswahl 2013. Die SPD verlor rund 15 Prozent und kam auf insgesamt 9,00 Prozent, für die Grünen (15,41 Prozent) und die AfD (9,35 Prozent) war jeweils ein dickes Plus zu verzeichnen. 

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So reagieren die Politiker auf das Ergebnis der Landtagswahl in Bayern

Jubel und Zufriedenheit auf der einen Seite, Enttäuschung, Ratlosigkeit und hilflose Erklärungsversuche auf der anderen: Nach den ersten Hochrechnungen treten Politiker und Kandidaten mit äußerst gemischten Gefühlen an die Öffentlichkeit. Das Stimmungsbild aus Region und Parteispitze.


Wie hoch war die Wahlbeteiligung im Stimmkreis?

Die Wahlbeteiligung der 97.763 Wahlberechtigten im Stimmkreis lag 2018 bei 75,38 Prozent - deutlich mehr als bei der vergangenen Landtagswahl 2013, bei der lediglich 67,9 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne gingen.


Hier finden Sie alle Ergebnisse zur Landtagswahl 2018!


Stimmen aus dem Wahlkreis:

Volker Bauer, CSU-Kandidat in Roth: "Das Ergebnis ist besser als prognostiziert. Natürlich können wir nicht zufrieden sein damit und ich bin schon froh, dass das Ergebnis der AfD nicht so schlimm wie erwartet ist. Für uns schaut es ganz gut aus. Jetzt muss man sehen, mit welchen Koalitionen wir arbeiten können."

Marcel Schneider, Kandidat der Rother SPD: "Ich bleibe weiterhin optimistisch. Ich lasse mich nicht unterkriegen. Da alle Nürnberger SPD-Direktkandidaten auch nur bei 10 bis 15 Prozent liegen, sehe ich für mich noch Chancen, über die Liste in den Landtag zu kommen. Ich bin ganz sicher, dass ich das noch schaffe." Trotzdem sei das Gesamtergebnis "für die SPD ein Desaster". Ausdrücklich lobt er Natascha Kohnen für ihren guten Wahlkampf, den sie mit Anstand geführt habe. "Aber aus Berlin kam kein Rückenwind, sondern ein Sahara-Sturm mit Windstärke 5".

Thomas Schneider, Kandidat der Freien Wähler in Roth: Von der ersten Hochrechnung zeigt er sich positiv erfreut für die Freien Wähler, aber "es tanzt noch keiner auf den Tischen". Er geht davon aus, dass die bislang amtierenden MdL ihren Platz verteidigen. Aber es komme für ihn auf das Stimmkreisergebnis an und er könnte, wenn es sehr gut ausfällt, womöglich auf Platz 3 rutschen und seinen Weißenburger Kollegen übertrumpfen.

 

 

 

Tino Schwarz, Kandidat der Linken in Roth: "Wir sind echt enttäuscht. Wir hatten gedacht, dass zumindest eine 4 vor dem Komma steht. Und auf eine 5 gehofft. So sieht es jetzt ja leider nicht aus." Er hat den Eindruck, "dass wir vor Ort recht guten Zuspruch bekommen haben. Er sei "jetzt noch gespannt, wie ich im Wahlkreis abgeschnitten habe. Die Lage ist hoffnungslos aber noch ist nichts verloren. Die Konsequenz frei nach Olli Kahn: Immer weiter machen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal einen FC-Bayern-Spieler zitieren werde."

 

 

 

Stefan Stromberger, Kandidat der Rother FDP: "Es wird ein spannender und langer Abend. Ich bin überzeugt, dass wir noch über 5 Prozent kommen." Er sei positiv gestimmt, dass die Partei das Ziel noch erreiche. "Ich bin nicht enttäuscht wegen dieser Zitterpartie, wenn wir den Einzug in den Landtag schaffen. Natürlich war unser Ziel höher ausgegeben, aber man muss anerkennen, dass die Grünen ein bombastisches Ergebnis eingefahren haben und die eigentlichen Wahlgewinner sind." Er selbst sei auf Listenplatz 9 und wolle deswegen zu seiner Zukunft noch nichts sagen.

 

 

 

Ferdinand Mang, Kandidat der Rother AfD: "Bin nicht unbedingt zufrieden, hätte mir mehr gewünscht. Zumal wir bei Umfragen zum Teil mit 15 Prozent gehandelt wurden. Aber wir hatten es mit den Freien Wählern als Konkurrenz auch nicht leicht. So etwas Vergleichbares gibt es in anderen Bundesländern nicht."

 

 

 

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