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Nach Corona-Shutdown: Henglein Re-Start schon am 28. Dezember

Über 40 Mitarbeiter wurden positiv auf Corona getestet - 22.12.2020 11:11 Uhr

Vor allem in Bayern beliebt: Klöße, oft aus dem Hause Henglein. Nach den Weihnachts-Feiertagen geht die Produktion ab dem 28. Dezember wieder weiter. 

18.12.2020 © Foto: Jens Schierenbeck/dpa/tmn


Bei Deutschlands größtem Kloßteighersteller Henglein kann die Produktion direkt nach den Feiertagen am 28. Dezember wieder anlaufen. Anfang Januar können dann auch wieder größere Mengen der bayerischen Spezialität an die Zentrallager der Supermärkte und Discounter in Deutschland ausgeliefert werden. Das hat Firmenchef Norbert Henglein auf Anfrage bestätigt.

Reihentestung

Wie berichtet, hatte es im Wassermungenauer Werk mit seinen rund 600 Beschäftigten zunächst drei positive Corona-Fälle gegeben. Daraufhin hatte die Firma eine Reihentestung veranlasst. Dabei wurden weitere 42 durch Tests bestätigte Infektionen aufgedeckt.


Corona legt Henglein-Kloßteigproduktion lahm


Zwei der zuerst positiv getesteten Mitarbeiter, die den späteren Reihentest "ausgelöst" hatten, mussten zwischenzeitlich im Krankenhaus behandelt werden, befinden sich mittlerweile aber auf dem Weg der Besserung. Die beim Reihentest positiv getesteten Beschäftigten, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, haben dagegen keine oder nur sehr leichte Symptome. "Die Gesundheit meiner Leute steht über allem", sagt Firmenchef Norbert Henglein.

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Nur Teilproduktion stillgelegt

Weil das Infektionsgeschehen in Wassermungenau sehr gut eingegrenzt werden konnte, hat Hengein nur den Bereich "Kloßteigproduktion", in der rund 125 Menschen arbeiten, auf Null herunterfahren müssen. Die beiden anderen Produktionsstraßen Schupfnudeln/Gnocci/Spätzle und Backteige/Blätterteige produzieren dagegen ganz normal weiter.

Vor dem Corona-Ausbruch gehörte Henglein eigentlich zu den Gewinnern in der Coronakrise. Weil die Menschen mehr zu Hause kochen, waren die gekühlten Henglein-Produkte der Renner. Die Firma rechnet mit einem um rund 20 Prozent höheren Jahresumsatz.

25.000 Tonnen Kloßteig pro Jahr

Insgesamt produziert das Unternehmen in Wassermungenau und in seinem Werk im sachsen-anhaltinischen Klosterhäseler pro Jahr 150 000 Tonnen Lebensmittel.

Etwa 25 000 Tonnen entfallen dabei auf die Produktion von Kloßteig. Damit ist Henglein Deutschlands größter Knödel-Produzent.


Corona in der Region: Das sind die aktuellen Zahlen


Mit der Kloßteigprodution begann 1985 auch der märchenhafte Aufstieg von Henglein aus kleinsten Anfängen zu einem der größten Arbeitgeber im Landkreis Roth. Die anderen Produkte kamen erst später hinzu.

Letzte große Investition war der Aufbau einer Produktionsstraße für Backteige und Blätterteige in Wassermungenau in einer rund 100 Meter langen Halle im Jahr 2017. Zuvor waren diese Produkte nur in Sachsen-Anhalt hergestellt worden. Aktuell baut Henglein seine Verwaltung in Wassermdungenau neu.

ROBERT GERNER

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