Bundestagswahl

Schwabach: Michael Frieser (CSU) verteidigt das Direktmandat

Günther Wilhelm
Günther Wilhelm

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26.9.2021, 22:04 Uhr
Die Kanzlerin hört auf, Michael Frieser (rechts) kann weitermachen. Der CSU-Politiker verteidigte den Wahlkreis Nürnberg Spd/Schwabach sicher.

Die Kanzlerin hört auf, Michael Frieser (rechts) kann weitermachen. Der CSU-Politiker verteidigte den Wahlkreis Nürnberg Spd/Schwabach sicher. © Günter Distler, NNZ

Das endgültige Ergebnis lag (Stand 22.02 Uhr) noch nicht vor, sowohl in Nürnberg wie in Schwabach war der Trend aber eindeutig. Die Schwabacher Zahlen: Trotz einiger Verluste liegt Michael Frieser mit 34,2 Prozent der Stimmen vor Thomas Grämmer (SPD) aus Schwabach, auf den 24,4Prozent entfielen.

Vor vier Jahren hatte der damalige SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Burkert 24,7 Prozent erreicht. Ob Grämmer über die Liste in den Bundestag einzieht, gilt als sehr unwahrscheinlich, da er nur auf Platz 31 der SPD-Landesliste steht.

Ganz sicher dagegen ist, dass Sascha Müller von den Grünen neuer Bundestagsabgeordneter ist. Er steht auf Rang sechs der Landesliste und ist damit abgesichert.

Der Nürnberger Sportjournalist ist Landesschatzmeister der Grünen und Mitglied des Schwabacher Grünen-Kreisverbands, da er am Adam-Kraft-Gymnasium zur Schule gegangen ist. Auf ihn entfielen 12,9 Prozent der Erststimmen. Bei seiner Kandidatur 2017 waren es 9,8 Prozent.

AfD-Kandidat Matthias Vogler aus Nürnberg landete bei 8,6 Prozent. Vor vier Jahren hatte die AfD bei den Erststimmen 10,7 Prozent erhalten.

Bei den Zweitstimmen zeigt sich ein ähnliches Bild. Stärkste Kraft bleibt die CSU mit 29,6 Prozent (2017: 33,7). Die SPD kommt mit 21,9 auf Platz zwei. (2017: 19,3). Zulegen konnten die Grünen. Sie steigern ihr Resultat von 11,2 auf 15,1 Prozent. Die AfD erzielt 8,9 (2017: 11,9), die FDP landet bei 9,9 Prozent (2017: 9,9) und die Linke holt 3,1 Prozent (2017: 7,2) - weniger als die Freien Wähler mit 4,2 Prozent.

Erste Reaktionen

Michael Frieser (CSU): "Wir haben eine unwahrscheinliche Aufholjagd hingelegt", sagt Michael Frieser. "Damit haben wir eine Rot-Rot-Grüne Mehrheit verhindert. Diese hätte ein enormes Erpressungspotential gehabt." Für die CSU könne dieses Ergebnis aber nicht zufriedenstellend sein.

Ob das schlechte Abschneiden der Union auch an Kanzlerkandidat Armin Laschet gelegen habe, mag er so eindeutig nicht beantworten. "Er hat sicher dazu beigetragen. Aber er hat auch zu dieser unglaublichen Aufholjagd der letzten Tage beigetragen. Jetzt befinden wir uns wieder auf Augenhöhe mit der SPD."

Thomas Grämmer (SPD):Mit dem Abschneiden seiner SPD im Bund zeigte sich der Schwabacher sehr zufrieden: "Wir sind stolz, was wir in den vergangenen Wochen und Monaten zusammen mit Olaf Scholz geleistet haben", betonte er im Gespräch mit unserer Zeitung. "Man muss ja sehen, von wo wie gestartet sind."

Zu seinem Erststimmenergebnis wollte sich der Schwabacher gegen 19.30 Uhr noch nicht äußern, sondern erst weitere Stimmkreisresultate abwartet. "Der Wahlkampf war anstrengend, aber unabhängig von meinem persönlichen Ergebnis in jedem Fall eine ganz tolle Erfahrung", sagte Grämmer.

Sascha Müller (Grüne): "Es ist eine gewisse Befreiung", sagt Sascha Müller nach der ersten Prognose auf der Grünen-Wahlparty im Nürnberger "Korn’s". Kurz nach 18 Uhr wird den Grünen ein Stimmanteil von rund 15 Prozent prognostiziert. Ein "passables Ergebnis", wie der Kandidat im Wahlkreis Nürnberg Süd findet. "Es geht nach Berlin", ist er sich sicher, und das kann er dank Listenplatz sechs auch sein.

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