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VGN: Tickets sollen um 5,5 Prozent teurer werden

Preiserhöhung für 2022 geplant - 16.03.2021 20:50 Uhr

Der Nahverkehr könnte ab dem nächsten Jahr wieder teurer werden.

08.12.2020 © Hans-Joachim Winckler


Normalerweise steigen die Preise für Bus- und Zugtickets im Gebiet des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) am Jahresanfang um etwa 2,6 Prozent. So sollen die Kosten der Verkehrsunternehmen gedeckt werden. Für das kommende Jahr ist eine Erhöhung um 5,5 Prozent vorgesehen. Das hat einen Grund.

Im Jahr 2020 mussten die Fahrgäste für Tickets nicht tiefer in die Tasche greifen, weil die Mindereinnahmen von Freistaat, Städten und Kreisen ausglichen wurden. Die 5,5 Prozent, die nun im Raum stehen, sind in Summe die Preiserhöhungen für 2021 und 2022. Denn 2021 hatten die Reisenden von den Auswirkungen der Mehrwertsteuersenkung 2020 profitiert. Die Mindereinnahmen glichen die Verkehrsunternehmen aus.

Anfang März hatten sich die verschiedenen Verkehrsunternehmen in der Region - darunter die VAG in Nürnberg oder die Infra in Fürth - in einem Richtungsbeschluss für die 5,5 Prozent ausgesprochen. Nun müssen die einzelnen Städte und Landkreise über das Anliegen befinden.

Der Stadtrat in Fürth gab bereits grünes Licht für die Erhöhung. Der Erlanger Stadtrat votiert am Donnerstag, den 17. März. Die Auswirkungen auf die Tickets sind der Beschlussvorlage zu entnehmen. Zwei Beispiele: Der Preis der Einzelfahrkarte für Erwachsene würde von 2,40 Euro auf 2,50 Euro sowie für Kinder von 1,20 Euro auf 1,30 Euro steigen. Der Preis des Tages-Ticket Solo würde sich um 30 Cent auf 5,10 Euro erhöhen. Im Sommer soll dann endgültig die Entscheidung über eine Preiserhöhung fallen.

Nach Vereinbarungen der Partner im Verbund aus dem Jahr 2000, die als Atzelsberger Beschlüsse bekannt sind, werden im VGN die Fahrpreise jährlich an die durchschnittliche Kostenentwicklung bei den Verkehrsunternehmen angepasst.

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Christiane Krodel Redaktion Region & Bayern E-Mail

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