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Montag, 06.07.2020

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Via Facebook: Frau um 325.000 Euro betrogen

Internetbekanntschaft täuschte finanzielle Notlage vor - 24.11.2016 10:06 Uhr

Eine 44-Jährige lernte im Juni über Facebook einen angeblichen amerikanischen Ingenieur kennen, der mittlerweile in Portugal wohnhaft sei. Im Rahmen mehrerer Chat-Gespräche täuschte dieser vor, dass sein Sohn bei seinen Ex-Schwiegereltern in England wohnhaft und schwer erkrankt sei. Zudem wurde ein Treffen in Deutschland vereinbart. Das Treffen wurde jedoch kurzfristig abgesagt, da der nicht krankenversicherte Sohn nun in England im Krankenhaus liegen würde und die Kosten nun ausgelegt werden müssten.

Um zu helfen, überwies die Dame an das englische Krankenhaus 26.800 Pfund. Unter Vorspiegelung weiterer Hilfesituationen konnte der Unbekannte die 44-Jährige zu zwölf weiteren Überweisungen überreden. Insgesamt überwies die Frau 325.000 Euro.
 
Erst als die Geschädigte sich einer Angehörigen anvertraute, stoppten die Überweisungen und es kam zur Anzeigenerstattung bei der Polizei.
 
Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiterhin eindringlich vor Internetbekanntschaften, bei denen schnell finanzielle Notlagen zur Sprache kommen. Die Täter verstehen es taktisch in der Regel sehr gut, ihre Opfer dazu zu bringen, ihnen das Geld aus Mitleid zu überweisen. In jedem Fall sollte man spätestens dann stutzig werden, wenn Geld an einen eigentlich Unbekannten ins Ausland überwiesen werden soll.

In der Vergangenheit kam es immer wieder in der Region zu Fällen von sogenanntem Romance-Scamming. Ebenfalls in Unterfranken wurden zwei Frauen um rund 11.000 Euro betrogen, in Nürnberg ermittelte die Kripo in den vergangene zwei Jahren in insgesamt zehn solcher Fälle


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