Zehntausende Dosen entsorgt

Weggeworfener Corona-Impfstoff: Gesundheitsministerium verteidigt sich

12.8.2021, 16:02 Uhr
Auch in Bayern mussten inzwischen zahlreiche Ampullen mit Corona-Impfstoffen entsorgt werden. Das bayerische Gesundheitsministerium begründet dies unter anderem mit der nachlassenden Impfnachfrage.

© Fabian Sommer/dpa Auch in Bayern mussten inzwischen zahlreiche Ampullen mit Corona-Impfstoffen entsorgt werden. Das bayerische Gesundheitsministerium begründet dies unter anderem mit der nachlassenden Impfnachfrage.

Es sei nicht völlig zu verhindern, dass Impfstoff verloren gehe. Neben einzelnen Handhabungsfehlern oder Verunreinigungen spiele auch die Logistik eine Rolle. Bei zunehmender Impfmüdigkeit in der Bevölkerung komme es etwa vor, dass aus einem Impfstoff-Röhrchen mit sechs bis sieben Einzeldosen nur einige Dosen verwendet werden können, der Rest dann aber nicht mehr gelagert werden könne und somit verworfen werden müsse.

In einem Flächenland wie Bayern ist laut dem Gesundheitsministerium zudem eine tagesgenaue Belieferung der 98 Impfzentren nicht möglich. Bei wochenweiser Belieferung sei nicht auszuschließen, dass an der einen oder anderen Stelle zu viel geliefert und nicht rechtzeitig verbraucht werden könne.


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Die SPD hatte kritisiert, dass in Bayern mehr Impfdosen als in anderen Bundesländern weggeworfen werden müssen. Gleichzeitig hinkt der Freistaat dem Bundesdurchschnitt beim Impffortschritt weiter hinterher. Der Impfstoff hätte längst etwa Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden können, hatte SPD-Gesundheitsexpertin Ruth Waldmann kritisiert.

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