Donnerstag, 25.04.2019

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89:103! Bambergs Comeback bleibt unbelohnt

Brose kämpft sich nach 25-Punkte-Rückstand zurück, verliert aber dennoch - 30.01.2019 22:23 Uhr

Für Maurice Stuckey (Archivbild) und seine Bamberger geriet die Reise ins Heilige Land nach zwischenzeitlicher Hoffnung doch unheilvoll. © Sportfoto Zink / HMI


 Bei ihrem Auftritt im Nahen Osten hatten die Brose-Boys von Beginn an Probleme in ihrem Spiel. Diese waren zu Beginn offensiver Natur, verlagerten sich dann im weiteren Verlauf der Partie in die Defensive, wo Bamberg wieder in alte Muster verfiel und sowohl bei der Pick-and-Roll-Verteidigung als auch bei der Abwehrarbeit an der Dreierlinie Schwächen offenbarte. Zunächst konnte sich Bamberg aber dank einer starken Performance von Elias Harris und Louis Olinde nach einem schnellen 2:9-Rückstand (5. Min.) wieder ins Spiel zurückkämpfen und sich kurzfristig bis auf 17:13 (9. Min.) absetzen.

Stoudemire macht Jerusalem stark

Auf Jerusalemer Seite kam während Bambergs Run allerdings Amar´e Stoudemire in die Partie und brachte das Spiel seiner Farben an beiden Enden des Feldes in Schwung. In gerade einmal 7:47 Minuten Einsatzzeit in Durchgang eins markierte der Ex-NBA-Superstar, gegen den Broses Big Men um Cliff Alexander körperlich klar unterlegen waren, elf Zähler. Mitgerissen vom Offensivdrang Stoudemires fanden anschließend auch die israelischen Distanzschützen zunehmend ihren Rhythmus.

Fortan flog der Bamberger Verteidigung ein Dreier nach dem anderen um die Ohren - hier taten sich in Halbzeit eins in erster Linie der frühere BBL-Spieler Da´Sean Butler und J´Covan Brown hervor. Auf der Gegenseite geriet der oberfränkische Offensivmotor mehr und mehr ins Stottern, sodass der Rückstand sukzessive anstieg. Nach einem Zwischenstand von 30:35 aus Brose-Sicht nutzte Jerusalem die letzten 3:34 Minuten vor dem Seitenwechsel zu einem 17:3-Lauf und lag zur Pause deutlich in Front (52:33).

Nach der Pause schien es zunächst so, als würde die Partie bis zum Schluss vor sich hinplätschern. Die Bamberger fanden defensiv kein Mittel, um ihre Gegenspieler effektiv zu stoppen. Die Hausherren konnten nach Belieben schalten und walten und schlossen ihre Angriffe meist hochprozentig ab. Bis auf 26 Zähler (70:44, 27. Min.) konnte Jerusalem davonziehen, ehe der Ausschluss von J´Covan Brown, der sich binnen 1:22 Minuten zuerst ein technisches und anschließend ein unsportliches Foul einhandelte, einen Bruch ins Hapoel-Spiel brachte.

Bamberg kämpft sich zurück

Bamberg, das im dritten Viertel wieder eine gute Offense spielte, wusste die Schwächephase der Hausherren zu nutzen und konnte sich langsam ins Spiel zurückarbeiten. Plötzlich witterten die Gäste Morgenluft und stemmten sich auch in der Verteidigun wieder mit einer klar verbesserten Körpersprache gegen die dohende Niederlage. Die Physis der Perego-Truppe schmeckte den Hausherren überhaupt nicht. Vermehrt diskutierten Spieler und Trainer mit den Unparteiischen, was die Bamberger Aufholjagd zusätzlich unterstützte.

Angeführt von Augustine Rubit, Elias Harris und Patrick Heckmann verkürzten die Brose-Boys Punkt um Punkt - in der 31. Spielminute war es dann Rubit, der den Rückstand mit zwei Freiwürfen wieder in den einstelligen Bereich drückte (65:74) und für Hoffnungen auf der Bank sorgte.

Zu viele Fehler

Viel näher sollten die Domstädter aber nicht mehr herankommen. Auf der einen Seite war das Bamberger Spiel auch weiterhin nicht fehlerfrei (16 Ballverluste) und auf der Gegenseite hielten Amar´e Stoudemire und Tamir Blatt den haushohen Titelfavoriten halbwegs auf Kurs. Tyrese Rice & Co. versuchten zwar bis zum Schluss alles, doch am Ende fehlten einfach die notwendigen Stops in der Defense, um Jerusalem bezwingen zu können. Schlussendlich muss der Gast aus Deutschland diese Partie mit 89:103 verloren geben und damit auch den Kampf um Platz zwei in der Gruppe.

Hapoel Bank Yahav Jerusalem: Stoudemire (19 Punkte), Blatt (17), Butler (15), Thomas (13), Owens (10), Brown (10), Feldeine (7), Ohayon (6), Timor (6), Eliyahu, Lual-Acuil

Brose Bamberg: Rubit (16), Heckmann (15), Harris (15), Olinde (10), Rice (8), Alexander (8), Stuckey (6), Hickman (5), Taylor (4), Schmidt (2), Kulboka 

Benjamin Strüh

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