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Bereit für Bologna? Bamberg-Gegner ist "unberechenbar"

Brose trifft im Champions League-Halbfinale auf die Italiener - 03.05.2019 11:02 Uhr

Voller Fokus auf Bologna: Bambergs Bryce Taylor. © Sportfoto Zink


Für die Brose-Boys ist es gleich im ersten Jahr der CL-Zugehörigkeit die erste Final Four-Teilnahme. Zum Duell mit einem italienischen Vertreter kam es für die Oberfranken bislang jedoch nicht – und doch haben die Korbjäger aus Bologna Erfahrungen mit BBL-Teams. Der aktuell Elftplatzierte der italienischen Liga war zu Wettbewerbsbeginn in einer Gruppe mit Medi Bayreuth und konnte beide Partien für sich entscheiden. Insgesamt steht es in deutsch-italienischen Duellen bisher 10:8 für die Vertreter aus der Bundesrepublik.

Auf ihrem Weg zum Final Four mussten sich die Italiener gewaltig strecken. Erst ein 15-Punkte-Heimsieg (73:58) über Nanterre katapultierte das Team des früheren Bayern-Coaches Aleksandar Djordjevic in die Endrunde, nachdem das Hinspiel in Frankreich noch mit acht Zählern verloren ging (83:75). Amath M’Baye war damals mit 16 Punkten der Topscorer seiner Farben. Im bisherigen Saisonverlauf gehört M´Baye mit durchschnittlich 11,3 Punkten zu einem Trio, welches regelmäßig zweistellig scort. Die beiden anderen Akteure sind Kevin Punter (Bolognas Topscirer mit 15,1 PpG) und Tony Taylor (11,2 PpG). Dahinter stellt sich die Virtus-Offensive breit auf, was den Bamberger Kontrahenten nach Ansicht von Coach Federico Perego zu einem "unberechenbaren Gegner" macht.

"Unglaubliches Talent"

"Bologna hat unglaubliches Talent. Dabei ist es egal, ob Guard oder Center, alle können punkten. Unberechenbar macht sie auch, dass jeder Spieler einen Angriff nicht nur kreieren, sondern auch abschließen kann", so das Urteil des Bamberger Chefcoaches über seine Landsleute. Perego weiß aber auch, dass Bologna – ähnlich wie seine eigene Mannschaft – zuletzt ins Straucheln geraten ist. "Sie straucheln zwar ein bisschen in der italienischen Liga. Das macht sie aber noch gefährlicher, denn die Champions League ist der einzige Titel, den sie diese Saison erreichen können", warnt Perego.

Brose Bamberg selbst reist am Mittwochvormittag von München aus über Brüssel nach Antwerpen und wird sich in den kommenden Tagen noch intensiv auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten. Dabei gilt es zu allererst die jüngste Niederlage vom Dienstagabend bei den Bayern aufzuarbeiten. Vor allem der Auftakt in die zweite Halbzeit wurde aus Brose-Sicht dabei in den Sand gesetzt. Ansonsten zeigte man im Audi Dome eine gute bis sehr gute Leistung, auf die man aufbauen kann. "Wir haben gut angefangen, im dritten Viertel aber etwas nachgelassen. Insgesamt war es eine solide Leistung, auf der wir aufbauen können", fasste Youngster Louis Olinde das Spielgeschehen zusammen.

Kompletter Kader dabei

Freudig dürfte Coach Perego dabei stimmen, dass das Teamplay gut funktionierte. Selbst die Nachwuchskräfte, wie Henri Drell, fügten sich am Dienstag nahtlos ins Team ein und ließen auch im Schlussviertel nicht abreißen. So konnte Perego, der mit seinem kompletten Kader nach Antwerpen gereist ist, seinen Leistungsträgern Rice, Zisis, Rubit & Co. eine paar Extra-Verschnaufpausen auf der Bank gewähren. Vor allem auf Tyrese Rice und Augustine Rubit wird an diesem Wochenende viel Arbeit zukommen, denn beide sind mit Abstand Broses beste Akteure in der bisherigen CL-Saison.

Doch natürlich ist auch der Rest des Teams, das auch auf den zuletzt angeschlagenen Ricky Hickman (Leistenprobleme) setzen kann, voll gefordert, soll es mit dem ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte klappen. "Wir müssen von Beginn an gut ins Spiel finden, voll da sein und dürfen uns keine Schwächephase erlauben", so Cheftrainer Federico Perego abschließend.

  

Benjamin Strüh

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