Montag, 24.02.2020

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Bielefeld gastiert beim Kleeblatt - und hat Respekt

Der Spitzenreiter läuft am Samstag im Ronhof auf - 15.02.2020 08:51 Uhr

Stefan Leitl treibt sein Team an. Gegen Bielefeld müssen die Fürther "eine Topleistung abrufen", sagt der Trainer. © Sportfoto Zink / Wolfgang Zink


Die Spielvereinigung kann gegen die Ostwestfalen gleich einmal den Beweis antreten, dass das Thema Aufstieg in den Hinterköpfen vielleicht doch ein klein wenig verankert ist. "Es ist ein Spitzenspiel in dieser Liga", sagt Trainer Stefan Leitl, der eine "gut organisierte und strukturierte Mannschaft" erwartet. In erster Linie sind die Arminen das mit Abstand auswärtsstärkste Team der Liga. In elf Partien wurden stramme 24 Zähler geholt. Nur einmal verließ Bielefeld den Platz als Verlierer, beim 0:3 beim FC St. Pauli kurz vor der Winterpause. Auch sonst geben sich die Ostwestfalen in kaum einer Disziplin eine Blöße. Mit 43 erzielten Treffern hat nur der Hamburger SV öfter genetzt (45).


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Mit 21 Gegentreffern stellt Bielefeld mit Hamburg die stabilste Defensive, in den drei Pflichtspielen im Jahr 2020 hat das Team noch kein Gegentor kassiert. Und mit mehr Selbstvertrauen anzureisen, als nach dem furiosen 6:0 am vergangenen Wochenende gegen Jahn Regensburg, geht nicht. "Wir müssen eine Topleistung abrufen und selbst die garantiert uns nicht, dass wir einen Sieg einfahren", sagt Leitl, der in der Abwehr bedingt durch den Ausfall von Innenverteidiger Mergim Mavraj umstellen muss. "Es wäre aber falsch, sich gegen Bielefeld nur auf die Abwehrarbeit zu fokussieren, wir haben genug Qualität im Kader, um der Arminia weh zu tun."

"Eine Partie auf Augenhöhe"

Auf der Gegenseite erwähnte Trainer Uwe Neuhaus, dass sein Team "Respekt" vor dem Gegner habe. "Sie imponieren mir immer wieder. Es ist eine sehr starke Mannschaft und wir brauchen sehr viel Mentalität im Team und zwar über einen längeren Zeitraum als gegen Regensburg. Wir sollten nicht glauben, dass das jetzt immer so läuft. Wir müssen auch einmal ein Gefühl bekommen, wann einfache und klare Lösungen gefragt sind und nicht nur mit der Hacke spielen", sagt Neuhaus. In der Vorwärtsbewegung setzten die Bielefelder auf ein 4-3-3, dass sich im Rückwärtsgang in ein breiteres 4-4-2 auflöst. Mit Sturmtank Fabian Klos haben sie einen nur sehr schwer zu verteidigenden und treffsicheren Spieler (14 Tore) in den eigenen Reihen. Immerhin: Sturmpartner Andreas Voglsammer (10 Tore) fällt mit einem Mittelfußbruch länger aus.

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Fürther Heim-Frust: Die SpVgg ist besser, Hannover macht die Tore

Gegen Hannover 96 hatte das Kleeblatt einfach kein Glück. Nach schwieriger Anfangsphase kamen die Fürther gut ins Spiel und waren über die meiste Zeit die bessere Mannschaft. Doch Hannover machte die Tore, die Spielvereinigung verschoss dann auch noch einen Elfmeter. Und auch die folgende Überzahl konnte das Team von Stefan Leitl trotz immenser Anstrengungen nicht mehr für sich nutzen. In der allerletzten Minute erhöhte 96 auch noch auf 1:3.


Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Stammtorwart Stefan Ortega, den ein grippaler Infekt plagt. Seine Einsatzchancen bezifferte Neuhaus bei der Pressekonferenz auf "50:50". Als Ersatz kommt Oscar Linner in Frage. Der 22-Jährige wechselte erst im Winter vom schwedischen Erstligisten AIK Solna auf die Alm. "Wird eine Partie auf Augenhöhe" Leitl wird es egal sein, wer das Tor bei den Gästen hütet. Er erwartet "ein Spiel auf Augenhöhe, mit viel Dynamik und Umschaltmomenten. Es wird eine Partie auf Augenhöhe werden." Sein Matchplan bleibt im Vorfeld wie immer geheim. Leitl meinte nur: "Bielefeld hat bisher sieben Zähler aus den ersten drei Spielen geholt, wir sechs. Wir spielen zu Hause und das sollte uns Auftrieb geben, mutig zu sein und das Spiel zu genießen." Denkbar bei den Hausherren ist immerhin, dass Neuzugang Felix Beijmo für den gegen Hannover schwachen Rechtsverteidiger Maximilian Sauer sein Debüt in der Startelf geben wird.

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Die Noten nach der 96-Pleite: Sauer stößt erneut unangenehm auf

Das Kleeblatt wollte seine kleine Siegesserie gegen Hannover fortführen. Doch dann lief es gegen Hannover erstmal so gar nicht. Gegentor während eigener Pressingphase bekommen, Elfmeter verschossen, Überzahl nicht ausnutzen können. Nur durch ein Eigentor kam die Spielvereinigung überhaupt nochmal ran, musste sich dann am Ende aber mit 1:3 geschlagen geben. Die Noten sind dennoch nicht wirklich schlecht. Bis auf eine Ausnahme vielleicht.


Martin Ferschmann

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