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Blocksperre: FCN-Ultras ziehen auf die Gegengerade

Fanszene will mit indirekter Spende den finanziellen Schaden abmildern - 16.07.2016 11:49 Uhr

Vorübergehende Heimat: Wie schon im Herbst 2014 werden die Ultras gegen Heidenheim auf der Gegengerade stehen. © Sportfoto Zink / DaMa


Da die Nürnberger Ultras in der Schlussphase der vergangenen Saison mehrmals zu verbotener Pyrotechnik griffen, sprach das DFB-Sportgericht vor wenigen Tagen eine drastische Strafe aus: Beim ersten Heimspiel des FCN gegen Heidenheim am 12. August müssen die Stimmungsblöcke 7, 9 und 11 leer bleiben. Dazu hat der Verein noch 70.000 Euro Geldstrafe zu zahlen, von denen er 30.000 in Sicherheitsmaßnahmen investieren kann.

Für die Ultras bedeutet das jedoch nicht, dem Spiel gegen Heidenheim fernzubleiben. Auf dem Szene-Blog Ya Basta kündigten sie an, bei besagter Partie auf die Gegengerade zu ziehen.

Das ist nicht das erste Mal: Als der DFB in der Spielzeit 2014/15 gleich für zwei Spiele die eigentliche Heimat der Nürnberger Fanszene sperrte, zog diese gegen Kaiserslautern und Leipzig auf die Gegengerade. Der Stimmung war dieser Schritt seinerzeit nicht abträglich, hatte damals jedoch auch eine unschöne Begleiterscheinung: Nach dem Spiel gegen Kaiserslautern gab es im Stadion Auseinandersetzungen mit der Polizei. Ob das an der im Vergleich zu normalen Heimspielen geringeren Distanz der Ultras zum Gästeblock lag, kann allenfalls vermutet werden.

Die Dauerkarteninhaber in den Blöcken 15a und 15b droht nach Aussage der Fanszene in Ya Basta indes kein Ungemach: "Wir kommen in Frieden." Womöglich von leichten Schuldgefühlen geplagt, legen die Ultras ihren Mitgliedern via Blog nahe, auf die Erstattung des Eintrittspreises für die Blöcke 7, 9 und 11 zu verzichten:  "In Anbetracht der offensichtlich angespannten Finanzsituation des 1.FC Nürnberg wäre das von jedem Dauerkarteninhaber ein feiner Zug."

stw

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