Samstag, 28.11.2020

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Der Kleeblatt-Gegner: Beim Jahn ist Attackieren Prinzip

Fragezeichen hinter Regensburger Trio - 21.11.2020 06:00 Uhr

Angeschlagen: Regensburgs Nummer eins Alexander Meyer hat Probleme mit dem Rücken.

20.11.2020 © Sportfoto Zink, NN


Stefan Leitl wurde in seiner Analyse des nächsten Gegners nicht müde, zu warnen, obwohl seine Bilanz gegen den SSV Jahn Regensburg nicht den winzigsten Haken hat. Drei Sieg, 5:0 Tore, unter dem 43-jährigen Coach hat die Spielvereinigung Greuther Fürth ausnahmslos gute Erfahrungen mit den Oberpfälzern gemacht. Zumindest auf die reinen Resultate bezogen. Denn eng, so erinnerte Leitl in der Fürther Pressekonferenz am Donnerstag, waren alle diese Spiele. Vielleicht wird es auch am Sonntag (13.30 Uhr) im Ronhof wieder so sein.

Leitl hält viel von Trainer der Regensburger, Mersad Selimbegovic. Zweimal in Serie hat der 38-Jährige die zweite Liga mit dem SSV Jahn gehalten. Insgesamt dreimal in Folge gelang es dem Jahn seit dem Aufstieg 2017, zweitklassig zu bleiben. Obwohl immer wieder Leistungsträger abwandern und das Geld nicht allzu locker sitzt. Es gibt aber noch weitere Parallelen zum Kleeblatt. Zum Beispiel in der Spielphilosophie. Es könnte temporeich in beide Richtungen werden. Frühes Attackieren gehört bei beiden Teams zum Grundprinzip auf dem Rasen. Na dann.

Mit der Gesamtsituation...

...nach sieben Spieltagen dürfte in Regensburg kaum einer größere Bauchschmerzen haben. Zwei Siege, drei Unentschieden, zwei Niederlagen – beinahe ausgeglichen sind die Zahlen des Jahn bisher. Bei den Toren sind sie es sogar exakt. Zehn Stück haben die Regensburger kassiert, zehn haben sie geschossen. Dabei ist es allerdings schon so, dass sich der Jahn auf dem eigenen Rasen wohler fühlt als auf denen der Konkurrenz. Auswärts wartet die Elf von Mersad Selimbegovic noch auf einen Sieg. In drei Versuchen sprangen zwei Remis und eine Niederlage heraus. In Darmstadt, Düsseldorf und Paderborn hatten die Oberpfälzer allerdings zwei Bundesliga-Absteiger und eine ambitionierte Elf als Gastgeber. In Fürth wird die Aufgabe angesichts der Form des Kleeblatts kaum viel einfacher werden.

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Fürths Abiama brilliert im Testspiel: Kleeblatt schlägt Aue mit 3:1

In der Länderspielpause hat das Kleeblatt auch im Testspiel einmal mehr gezeigt, dass die Leitl-Truppe gut drauf ist: Gegen den FC Erzgebirge Aue konnte sich die SpVgg Greuther Fürth auf neutralem Rasen im oberfränkischen Bamberg einen 3:1-Sieg sichern, bei dem vor allem Dickson Abiama mit zwei Treffern auf sich aufmerksam machte.


Angepeilt hat der Jahn als Saisonziel den Klassenerhalt, rund um den Verein ist das Vertrauen in die sportliche Leitung groß, die Ergebnisse sprechen für sich. Auf den fünften Platz im ersten Zweitligajahr nach dem Aufstieg landete der Jahn 2019 auf Position acht, zuletzt war Rang zwölf die Abschlussplatzierung. Als wichtigster Mann für die Entwicklung beim SSV gilt Geschäftsführer Christian Keller, der gleichzeitig für das Sportliche und das Finanzielle verantwortlich ist. In Regensburg bauen sie auf den 41-Jährigen.

Der letzte Auftritt...

...brachte dem Jahn die bislang einzige Heimniederlage ein. Sebastian Kerk, in der Gegend rund um Fürth kein Unbekannter, schoss drei Treffer in einer sehenswerten Partie, die der VfL Osnabrück mit 4:2 für sich entscheiden konnte. Regensburg hatte zunächst mehr vom Spiel, Osnabrück fand zunächst dagegen keinen Weg. Der Jahn ging durch Andreas Albers mit 1:0 in Führung, nach zwölf Minuten sah es gut aus für die Gastgeber. Doch nach 42 Minuten hatte Kerk das geändert, einen Foulelfmeter und einen Freistoß verwandelt und die Gäste mit 2:1 in Führung gebracht. Der Jahn spielte munter nach vorne, um den Ausgleich zu erzielen, das Resultat waren weitere Gegentreffer. Etienne Amenyido erhöhte auf 3:1, erneut Kerk auf 4:1 für Osnabrück, dass sich defensiv nun eingependelt hatte. Regensburg hatte weiter Chancen, traf aber erst eine Viertelstunde vor Schluss zum 2:4 durch Aaron Opoku. Mehr war nicht mehr drin, obwohl die Oberpfälzer nie aufsteckten.

Alle Augen auf...

...Andreas Albers ist mit vier Treffern der beste Torschütze der Regensburger und im Gegensatz zu einigen anderen Leistungsträgern vermutlich auch dabei, wenn der Jahn am Sonntag in Fürth antreten wird. Fraglich sind dagegen Stammkeeper Alexander Meyer und Oliver Hein (beide Rückenprobleme) sowie Jahn-Kapitän Benedikt Gimber (Bluterguss in der Wade).

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