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DFB-Team will gegen Estland nachlegen

Sorg muss Löw weiter als Coach vertreten - 11.06.2019 14:53 Uhr

Gute Stimmung im Training: Das soll das dem Spiel gegen Estland so bleiben. © Marius Becker, dpa


Die Nationalspieler fühlen sich "sehr urlaubsreif", aber ein 90 Minuten-Job steht noch an. Die "Notfallvariante" für das zweite EM-Qualifikationsspiel ohne Joachim Löw dürfte dabei auch heute (20.45 Uhr/ RTL) gegen Estland nicht zum Einsatz kommen. Schon beim ungefährdeten 2:0 (1:0) in Weißrussland musste der Bundestrainer nicht aus der heimatlichen Reha als Super-Visor vorm TV-Gerät eingreifen. Marcus Sorg erledigt den Job als Aushilfschef so gut, dass ihm Löw entspannt gratulieren konnte.

"Er war mit dem Auftritt sehr zufrieden", berichtete Sorg gestern. Der Zwei-Spiele-Chef will Löws Sechs-Punkte-Auftrag "mit aller Macht" zur Erfüllung bringen. "Das Allerwichtigste ist der Sieg", betonte Sorg. Dem 53-Jährigen missfällt, dass im Vorfeld nur über die Höhe des Erfolges gegen den punktlosen Gegner geredet wird: "Wir tun gut daran, erst über den Sieg nachzudenken und dann über das Ergebnis. Man muss die Esten erstmal knacken." Eine große Rotation wird es nicht geben. "Wir brauchen Stabilität in den Abläufen", begründete Sorg den Umbau light.

Bevor Sorg die Spieler in den Urlaub entlässt, sollen Leroy Sané, Serge Gnabry & Co. auch den letzten Arbeitseinsatz in der wechselhaften Umbruchsaison nach dem WM-Desaster 2018 erfolgreich erfüllen. "Die Entwicklung ist sehr positiv", sagte Gnabry. Der 23-jährige Bayern-Profi sprach in Mainz ganz freimütig von einem Stimmungswandel: "Wir haben in der Mannschaft sehr viel Spaß. Es fühlt sich an, als wäre es eine ,U 21‘ hier." Gnabry gab auch zu, "sehr urlaubsreif" zu sein: "Die Saison war sehr anstrengend." Gegen den Weltranglisten-96. Estland ist der dritte Sieg im dritten Qualifikationsspiel fix eingeplant. Die Fans in der ausverkauften Opel-Arena sollen Spaß haben und möglichst auch mehr Tore bejubeln können als am Samstag. "Ich hoffe, dass wir spielerisch noch eine Schippe drauflegen können. Wir wollen noch mehr Torchancen kreieren", sagte Marco Reus,neben Sané Torschütze in Borissow.

DFB-Team: "Hier wächst was zusammen"

DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht die frische Boy Group um die Senioren Neuer (33) und Reus (30) auf dem richtigen Weg: "Man merkt, hier wächst was zusammen!" Bierhoff gewährte Einblicke zu Löw, mit dem er Kontakt hielt: „´"Da kam auch raus, wie schwer es ihm fiel, das erste Mal nicht dabei zu sein." Löw beschränkte sich ganz auf die Rolle des stillen Spielbeobachters. Bierhoffs Handy klingelte nicht, auch nicht in der Halbzeitpause. "Natürlich gab es diese Notfallvariante. Aber die war nicht notwendig", verriet Bierhoff.

Vertreter Sorg hat alles im Griff. Der 53-Jährige war in Borissow mit dem "Gesamtpaket" zufrieden. Ein neues Gerüst nimmt Formen an. Im Tor ist Neuer weiter die Nummer eins.Niklas Süle etabliert sich als zentrales Glied der Abwehrdreierkette, Joshua Kimmich ist im defensiven Mittelfeld ein neuer Fixpunkt. Am deutlichsten erkennbar wird die neue Zeitrechnung in der Offensive. Der im WM-Trainingslager 2018 aussortierte Sané ist plötzlich der Erfolgsgarant. Vier Tore erzielte der 23-Jährige von Manchester City in den letzten fünf Länderspielen.

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dpa

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