Hausverbot in Bamberg

Die Geduld verloren: Brose trennt sich von Roijakkers, Amiel übernimmt

RESSORT: Lokales / Sonstiges..DATUM: 28.09.16..FOTO: Michael Matejka MOTIV: Mitarbeiterporträt / Mitarbeiterportrait - Sportredakteur Sebastian Gloser ANZAHL: 1 von 1..Veröffentlichung nur nach vorheriger Vereinbarung
Sebastian Gloser

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29.11.2021, 12:05 Uhr
Die rote Krawatte ist wieder Geschichte für Johan Roijakkers, der Niederländer wurde nach eineinhalb Jahren bei Brose Bamberg beurlaubt.

Die rote Krawatte ist wieder Geschichte für Johan Roijakkers, der Niederländer wurde nach eineinhalb Jahren bei Brose Bamberg beurlaubt. © Swen Pförtner/dpa

Hausverbot in einer Bamberger Tiefgarage hatte Johan Roijakkers bereits, jetzt gilt das im übertragenen Sinne auch für die Räumlichkeiten der besten Basketballer der Stadt. In den vergangenen Tagen hatte sich die Trennung bereits angedeutet, am Montag gab Brose Bamberg dann auch offiziell die Beurlaubung seines Cheftrainers bekannt - und stellte gleich dessen Nachfolger vor.

Nach Jahren des permanent gedrückten Resetknopfes sollte mit der Verpflichtung des Niederländers im Sommer 2020 eigentlich Ruhe auf der Trainerposition einkehren, nach vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen, zwei blutleerer Vorstellungen sowie einiger Nebengeräusche hat der Klub nur eineinhalb Jahre später die Länderspielpause wieder für eine Veränderung genutzt. Im August hatte Roijakkers eine Parkhausmitarbeiterin schwer beleidigt, seitdem hatte er bei den Fans einen schweren Stand, aufgrund der sportlichen Entwicklung war nun auch die Geduld der Vereinsführung zu Ende.

Dienstantritt für Center Akil Mitchell

"Wir haben uns die Entscheidung - vor allem vor dem Hintergrund der angestrebten Kontinuität auf der Cheftrainerposition - nicht leicht gemacht", wird Geschäftsführer Philipp Galewski zitiert, ab Dienstag soll Oren Amiel den früheren Serienmeister wieder auf Kurs bringen. Der 49 Jahre alte Israeli arbeitete zuletzt in seiner Heimat bei Hapoel Jerusalem und zuvor sehr erfolgreich in Tschechien beim Champions-League-Teilnehmer ERA Nymburk.

Mit Nymburk konnte Amiel in der Vergangenheit auch Brose Bamberg ärgern, nun will er in Oberfranken seine Philosophie etablieren: "Ich will ein Team sehen, das kämpft, das nie aufgibt, das uneigennützigen Tempobasketball spielt", lässt er vor seinem ersten Arbeitstag ausrichten, und: "Wir haben dafür die richtigen Spieler." Mit Amiel tritt auch der neue Center Akil Mitchell seinen Dienst an. Der 2,06 Meter große Mann aus Panama mit US-amerikanischen Pass war zuletzt in der Türkei bei Pinar Karsiyaka beschäftigt und unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende.


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