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Erinnerungen an Dresden: Stefaniak gerät ins Schwärmen

Club-Mittelfeldmann hat seine Zeit bei Dynamo bestens in Erinnerung - 30.03.2018 05:57 Uhr

Als Ex-Dresdner freut sich Marvin Stefaniak (links) besonders auf das Nürnberger Gastspiel am Samstag an alter Wirkungsstätte. © Sportfoto Zink


"Ich habe noch nie so ein geiles Stadion erlebt. Da ist alles eng zusammen, die Fans sind immer dabei. Ich freue mich tierisch darauf, dort spielen zu dürfen." Wenn Marvin Stefaniak über das Dresdner Stadion spricht, gerät er ins Schwärmen. Man merkt dem Sachsen an, dass er seine Zeit bei Dynamo, immerhin sechs Jahre, in guter Erinnerung hat.

Dort ist er vom Jugendspieler zur Stammkraft im Profikader gereift, dort ist er in die Zweite Bundesliga aufgestiegen, dort hat er die Aufmerksamkeit des VfL Wolfsburg erregt, der ihn im Sommer verpflichtete. Gleichzeitig hält Stefaniak aber die Atmosphäre beim nächsten Gegner des 1. FC Nürnberg auch für die Gästeteams für zuträglich: "An der Stimmung dort kann man sich auch als Auswärtsmannschaft hochziehen."

Als Schlüssel dazu, dass sich der Club am Samstag (13 Uhr/Live-Ticker auf nordbayern.de) nach Abpfiff nicht nur an der Erfahrung eines Hexenkessels, sondern auch an einem Sieg hochziehen kann, hat der 23-jährige Flügelspieler vor allem zwei Dinge ausgemacht: Ruhe bewahren und Fehler erzwingen. "Wir müssen sicher stehen und am Anfang nicht zu viel wollen. Dresden spielt riskanten Fußball. Die Mannschaft versucht hinten raus zu spielen und den Ball laufen zu lassen. Wenn wir dort nicht mit Verstand anlaufen, dann laufen wir immer ins Leere. Also müssen wir die Dresdner ordentlich stellen und versuchen, ihnen den Ball schon in unserem Angriffsdrittel abzuluchsen."

Schmeichelhafter Hinspiel-Sieg

Dresden führt zwar die Liga in den statistischen Kategorien Ballbesitz und Passgenauigkeit an, ist aber gleichzeitig in der Tabelle lediglich Zwölfter und steht nur zwei Punkte vor Platz 16. Dennoch will Trainer Uwe Neuhaus nicht davon abkehren, spielerische Lösungen in nahezu allen Situationen zu finden. Im Hinspiel tat sich der FCN schwer mit der Dresdner Spielweise, gewann etwas schmeichelhaft durch ein spätes Tor von Cedric Teuchert. Dennoch erachtet Marvin Stefaniak die Spielweise Dynamos als Vorteil für den Club: "Jede Mannschaft die versucht mit uns mitzuspielen ist besser für uns, weil dann auch Fehler im gegnerischen Spielaufbau passieren. Daher passt Dresdens Spielweise gut zu unserer."

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Aufstiegs-Krimi: Das erwartet den Club auf dem Weg in die Bundesliga

Pflichtaufgaben, aber auch schwere Gegner warten auf den 1. FC Nürnberg auf der Zielgeraden der Zweitliga-Saison. Damit es mit dem Aufstieg etwas wird, muss der Club gegen Gegner glänzen, gegen die er in der Hinrunde noch eine gute Form vermissen ließ. Auch in der Rückserie soll außerdem gegen Teams im unmittelbaren Tabellenumfeld möglichst viel gepunktet werden. Ein Überblick über die Aufgaben der Franken im Saison-Endspurt.


Eine Pflicht zu gewinnen, sieht die Leihgabe aus Wolfsburg allerdings nicht: "Wir müssen mindestens einen Punkt mitnehmen." Zwar sei das Punktepolster in den letzten Wochen geschmolzen, aber man müsse die Gesamtsituation einzuordnen wissen und sehen, dass nicht zu erwarten war, dass der Club eine derartige Saison spielen würde. Daher verspüre er derzeit auch keinen Druck, auch wenn man natürlich weiter punkten müsse, um oben dabeizubleiben.

Im Sommer wieder nach Wolfsburg?

Unterstützung beim Kampf um drei Zähler wird der Club in Dresden unter anderem auch von vielen Freunden Stefaniaks und dessen Vater erhalten. "Die sind immer für mich, egal für wen ich spiele." Stand heute unterstützen sie dann ab Juli wieder den VfL Wolfsburg, wo Stefaniak noch bis 2022 unter Vertrag steht. Trotz des wahrscheinlich kurzen Gastspiels in Nürnberg fühlt er sich in der Mannschaft gut aufgenommen und stellt dabei die Integrationsbemühungen von Tim Leibold und Kevin Möhwald besonders heraus: "Wir hatten im Trainingslager in Spanien etwas mehr Kontakt und haben uns dann schnell gefunden."

Florian Zenger

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