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Harte Waden, aber Platz drei beim Duathlon in Ansbach

Michael Hofmann kann mit seinem ersten Wettkampf der Saison ganz zufrieden sein - 16.04.2012 01:10 Uhr

"Eine anspruchsvolle Strecke": Michi Hofmann auf der Radrunde des Ansbacher Duathlons. © Fabian Vogel


Wie gut, dass es diese Artikel-Serie gibt. Denn so hat Michi Hofmann nach dem Wettkampf Ansbach ein gaaanz dringendes Telefonat zu erledigen um seinen Bericht abzugeben - und kann seine Sporttasche nicht auspacken. Lebensgefährtin Nury erbarmt sich. Allerdings nicht ohne freche Bemerkung. Und der 31-jährige Triathlet muss lachend zugeben: "Na ja, das ist sie schon gewohnt von mir. Ich bin da manchmal ein bisschen vergesslich..."

Da sind sie noch dicht beeinander: Der spätere Sieger Bernd Hagen (links) und Michi Hofmann. © Fabian Vogel


Dritter wurde der Athlet der Radfreunde Hilpoltstein beim Duathlon in Schwabach. Gegen die beiden Erstplatzierten Bernd Hagen vom SSV Forchheim und Thomas Hofmann vom TV Weiltingen VfL TriTeam CVJM Nürnberg war er chancenlos. Sie zogen gleich in der ersten Laufrunde davon; selbst mit einer guten Radzeit konnte er sie nicht mehr einholen. Er hatte sogar gehörig zu beißen, um Platz drei nach Hause zu holen. Denn Thomas Ibanez von der LG Stadtwerke München mit der hohen Startnummer 126 hängte sich an seine Fersen und ließ sich nach 1:58:30 Stunden gerade einmal um 5 Sekunden abhängen (die genauen Ergebnisse finden Sie hier).

"Es war ganz schön anstrengend", erzählt Michi Hofmann hinterher. Doch damit hatte er gerechnet: Schließlich bestritt er den Duathlon am Sonntag aus dem vollen Training heraus. Selbst am Samstag hatte er noch eine dreistündige Einheit absolviert. Ein besseres Wetter hätte es dem 31-Jährigen allerdings schon etwas leichter gemacht. Doch pünktlich zum Start begann es zu nieseln. Und das steigerte sich beim Radfahren zu ausgewachsenem Regen. "Es ist nicht schön, wenn man an der Startlinie steht und man wird innerhalb kürzester Zeit wieder kalt und feucht", beschreibt der Athlet.

Entspannte Siegerehrung in Ansbach: Thomas Hofmann (von links), Bernd Hagen und Michael Hofmann. © Fabian Vogel


Die Strecke führte die Wettkämpfer gleich hinaus an den Rand von Ansbach. Viele Zuschauer hatten sie da draußen nicht. Bei warmem, trockenem Wetter hätten sich sicher ein paar mehr aufgerafft...

Anfangs ging es Hofmann gut beim Laufen, doch dann wurden seine Waden fest. Ein Problem, das ihn schon länger ärgert. "Das habe ich seit eineinhalb oder zwei Jahren. Das kommt und geht." Eigentlich hatte er gehofft, es sei in diesem Winter für immer gegangen - aber jetzt muss der Physiotherapeut doch wieder ´ran. Und die Magnetmatte. Wenn Michi Hofmann sich auf die regelmäßig legt, bleiben seine Muskeln entspannter.

Auf dem Rad begann der Pleinfelder seine Aufholjagd, zog auf der "sehr anspruchsvollen Strecke" an mehreren Gegnern vorbei. "Ich habe die Strecke fast ein bisschen unterschätzt" erzählt er. Vor allem "den knackigen Berg" mittendrin. Und der Regen half auch nicht gerade dabei, den Kurs zu vereinfachen. Viermal musste die  Zehn-Kilometer-Runde durchfahren werden, viermal galt es also den Berg zu bezwingen. Hofmann wünschte sich, er hätte eine andere Ritzel-Kombination auf sein Rad montiert gehabt.

Hatte er aber nicht. Doch auch so kämpfte er sich durch. Und auch durch die letzten fünf Laufkilometer - mit Thomas Ibanez im Nacken.

Wie es weitergeht auf Michis Weg zum Challenge in Roth? Am heutigen Montag steht eine Vier-Stunden-Erholungsfahrt auf dem Fahrrad an. Der Rest der Woche wird trainingsmäßig ruhig. Dafür hat der Feuerwehrmann dreimal á 24 Stunden Dienst auf der Wache. "Und danach gehts richtig zur Sache". Trainer Matthias Fritsch hat ihm einen knackigen Plan geschrieben.

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Michi Hofmann - ein extrem-ausdauernder Feuerwehrmann

Seit seiner Kindheit dreht sich Michi Hofmanns Leben um Triathlon. Geboren und aufgewachsen zwei Kilometer Luftlinie vom früheren Schwimmstart des Rother Langdistanz-Triathlons entfernt, wurde er früh von der Faszination dieser Sportart gepackt. Seitdem reiht er Erfolg an Erfolg. Selbst seinen Beruf als Feuerwehrmann verdankt er dem Triathlon: Ein anderer Athlet brachte ihn bei einem Gespräch zufällig auf die Idee.


Gudrun Bayer

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