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Ice Tigers im Stimmungstief: "Das ist frustrierend"

Verteidiger Bender fasst den Gemütszustand zusammen - 07.03.2021 12:57 Uhr

Zu wenig und zu spät: Trevor Parkes scheitert hier am Pfosten.

05.03.2021 © Eibner Pressefoto / Heike Feiner via www.imago-images.de


Tim Bender kann man immer fragen. Einen unterhaltsameren Gesprächspartner findet man in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kaum, einen ehrlicheren auch nicht. Nach dem 0:5 der Nürnberg Ice Tigers in München wollte der 25-Jährige nicht witzig sein, sondern aufrichtig. "Wir haben gut gespielt, 40 Minuten lang. Dann sind wir eingebrochen, das war schon in den letzten Spielen so, wo mir gut mithalten und dann im letzten Drittel komplett versagen", sagte Bender dem Reporter von MagentaSport. "Das ist frustrierend."


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Bender gab der Ernüchterung eine Stimme. Die Ice Tigers hatten im Olympiapark ordentlich mitgehalten, ordentlicher, als man das hatte erwarten dürfen, wenn der Tabellenletzte beim -zweiten antritt. München gegen Nürnberg, da treffen denkbar ungleiche Rahmenbedingungen und mittlerweile auch Erwartungen aufeinander.

Dieses ordentlich mithalten, dann aber doch chancenlos 0:5 (0:1, 0:0, 0:4) untergehen, das war es, was Bender so frustrierte. Noch am Mittwoch zuvor hatten die Ice Tigers nach 57 Minuten 3:1 geführt und waren den Gästen aus Schwenningen dann doch 3:4 unterlegen. Und am Freitag beschäftigten die Ice Tigers die Favoriten 41 Minuten lang - ehe sie sich mit erneuten individuellen Fehler die Aussicht auf einen Punktgewinn nahmen.

Am Dienstag kommt Augsburg

Auch Bender selbst, eigentlich Nürnbergs beständigster Verteidiger, trug dazu mit einem Fehler bei. Einen nicht ganz so perfekten Pass von Marcel Kurth konnte er in exponierter Position nicht kontrollieren. Trevor Parkes erzielte das 2:0, in der 42. Minute war die Hoffnung auf einen Punktgewinn dahin. Oberflächlich machte die Effizienz den Unterschied. Danach schien München jede Chance nutzen zu können, weshalb die Niederlage ein wenig zu hoch ausfiel. Es war aber auch die Dringlichkeit, die beide Teams unterschied.

Bereits in der vierten Minute fanden sich die Ice Tigers in Unterzahl wieder, weil David Trinkberger ohne Vergehen auf die Strafbank geschickt worden war. Diese Geilheit auf das Tor, den die Münchner in ihrem ersten Power-Play entwickelten, bis Parkes tatsächlich zum ersten Mal traf, sieht man bei den Ice Tigers vor allem in Überzahl nur selten.

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"Die ersten zwei Drittel haben wir gut mitgespielt und München das Leben schwer gemacht. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt", merkte Cheftrainer Frank Fischöder an. Dass Dane Fox einen Alleingang oder Tyson McLellan diverse Schuss-Chancen nicht hatte nutzen können, erklärte aber nicht den Ärger von Tim Benders. Warum die Ice Tigers im Schlussdrittel immer wieder einbrechen würden, wurde er noch gefragt. "Keine Ahnung", sagte Bender. "Es ist frustrierend." Und, das war die Ankündigung für das Heimspiel gegen Augsburg am Dienstag (20.30 Uhr/MagentaSport): "Wir geben nicht auf."

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