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Ice Tigers verlieren das vierte und letzte Mal gegen Mannheim

Beim 2:4 kann Nürnberg das Spiel 53 Minuten lang offen gestalten - 01.03.2021 20:23 Uhr

Erfolgreich in Mannheim, aber nur individuell: Brett Pollock traf zum zwischenzeitlichen 2:2.

14.12.2020 © Sportfoto Zink / Thomas Hahn, Sportfoto Zink / ThHa


Zuletzt haben sie beide neue Spieler unter Vertrag genommen, die Adler aus Mannheim und die Ice Tigers aus Nürnberg. Der Tabellenführer der Südgruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat mit Tim Wohlgemuth den vielleicht interessantesten deutschen Stürmer der gesamten Liga unter Vertrag genommen. Für Ingolstadt hat der 21 Jahre alte Mittelstürmer in 19 Saisonspielen 17 Punkte gesammelt, ab der kommenden Spielzeit soll Wohlgemuth das in Mannheim fortsetzen. Die Ice Tigers haben derweil Dennis Lobach noch für den Rest der Saison verpflichtet. Auch Lobach gilt als Talent, war aber in der DEL noch nicht ganz so erfolgreich – auch deshalb hat der EHC München den gebürtigen Schweinfurter ziehen lassen.

In der DEL-Geschichte waren sich Adler und Ice Tigers nur selten auf Augenhöhe begegnet, weder auf dem Eis noch auf dem Transfermarkt. So groß wie in diesem Corona-Winter war der Unterschied zwischen den beiden Rivalen aber wohl noch nie. Auf dem Eis aber sind die Nürnberger den Mannheimern am Montagabend wieder erstaunlich nahe gekommen. Zumindest 53 Minuten lang. Beim 2:4 (1:1, 1:1, 0:2) hat sich letztlich dennoch die qualitativ bessere Mannschaft durchgesetzt.

Lobach erstmals dabei, Adam fehlt

Mit Lobach hatte Frank Fischöder im Angriff eine neue Option hinzubekommen. In dieser Saison aber bekommt der Cheftrainer nichts geschenkt, ohne auf etwas verzichten zu müssen – in diesem Fall auf Luke Adam, der aufgrund muskulärer Probleme nicht eingesetzt werden konnte. Angeschlagene Spieler einzusetzen, versucht Fischöder so gut es geht zu vermeiden. Am Mittwoch (18.30 Uhr/MagentaSport) geht es schließlich schon gegen Schwenningen weiter. Am Freitag müssen die Ice Tigers nach München.

Das Selbstvertrauen für diese Spiele haben sie sich dort geholt, wo zuletzt wenig zu holen war. Elf Spiele in Folge hat Nürnberg in Mannheim saisonübergreifend verloren. Und genauso begann auch dieses vierte und sehr wahrscheinlich letzte Aufeinandertreffen in dieser Spielzeit. Die Adler waren optisch klar überlegen, die Ice Tigers aber verwehrten ihren Gegner immerhin Schüsse aus wirklich gefährlichen Zonen. Für den Mannheimer Führungstreffer bedurfte es schon einer feinen Einzelleistung. Mark Katic legte den Puck blind auf Markus Eisenschmid zurück (9. Minute), das war kein Glück, das war ein automatisiertes Glanzstück. Auf der anderen Seite hatten die Ice Tigers bis dahin nur einmal geschossen. Der zweite Schuss brachte den Ausgleich: Marcel Kurth verwertete den feinen Pass von Patrick Reimer zum 1:1 (18.).

Akdag narrt die Verteidigung

Das Ergebnis passte nicht zu den Spielanteilen, erst nach der Drittelpause passten sich die Ice Tigers auch leistungsmäßig an. Plötzlich tauchten sie regelmäßig vor dem Tor von Dennis Endras auf - zum Beispiel Brett Pollock, der den Puck dank seiner Reichweite ins Tor drückte (22.). Oliver Mebus und Patrick Reimer hatten danach richtig gute Chancen - und auch Andrej Bires, der im letzten Moment von Matthias Plachta von den Schlittschuhen geholt wurde. Nur hatten die Schiedsrichter dabei kein Foul gesehen. Im Gegenangriff fälschte Daniel Schmölz einen Schuss von Sinan Akdag unhaltbar für Niklas Treutle ins Nürnberger Tor ab (36.).

Aus dem ersten Abschnitt retteten die Ice Tigers, obwohl klar unterlegen, ein 1:1. Aus dem zweiten Abschnitt retteten die Adler, obwohl leicht unterlegen, ein 1:1. Erst im Schlussdrittel passte sich das Ergebnis wieder der Realität an. Erneut Akdag konnte bei seinem Bauerntrick nicht aufgehalten werden (54.). Besonders bitter war das 2:4. In einem vierten Power-Play hatten die Ice Tigers die Chance, das Spiel erneut auszugleichen. Mebus aber ließ den Puck im Aufbau für einen Kollegen liegen, der noch viel zu weit weg war. Taylor Leier bedankte sich mit der Vorentscheidung (55.).

Die Ice Tigers treten am Mittwoch wieder zu Hause an, die Adler können sich derweil allmählich auf die Playoffs vorbereiten - dann mit Sean Collins, einem erfahrenen Kanadier, den man sich in Mannheim wohl auch noch gegönnt hat.

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