Humorlose Adler

Klare Sache: Ice Tigers unterliegen mit 3:6 in Mannheim

Dominik Mayer
Dominik Mayer

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2.10.2022, 18:42 Uhr
Nicht zu beneiden: Goalie Leon Hungerecker, der nach vier Toren der Adler für Niklas Treutle eingewechselt wurde. 

© IMAGO/Eibner-Pressefoto Nicht zu beneiden: Goalie Leon Hungerecker, der nach vier Toren der Adler für Niklas Treutle eingewechselt wurde. 

Tom Rowe hat seine Ankündigung wahr gemacht. Nach der 2:4-Heimniederlage am Samstag gegen die Augsburger Panther hatte der Cheftrainer der Ice Tigers bereits berichtet, dass ihm das Saisondebüt von Roman Kechter ziemlich gut gefallen hatte. Und dass der 18-Jährige beim Spiel in Mannheim nicht einmal 24 Stunden später deswegen in einer Reihe mit Gregor MacLeod und Tyler Sheehy würde auflaufen dürfen. Jake Ustorf rückte für Kechter zu Lukas Ribarik und Danjo Leonhardt.

Ansonsten gingen die Ice Tigers unverändert in dieses ewig junge Duell mit den Adlern, dem es an großen und kleinen Geschichten bekanntlich nicht mangelt. Nur eben an solchen, die aus Nürnberger Sicht gut ausgegangen sind. Schon nach gut 40 Sekunden bewiesen die Adler, dass sie die Unzulänglichkeiten ihrer ersten drei Saisonspiele inzwischen überwunden haben. David Wolf durfte eine tolle Kombination der Adler zum 1:0 abschließen (1. Spielminute). Kurz darauf unterstrichen die Mannheimer auch noch eindrucksvoll ihre Qualitäten in Überzahl, Nigel Dawes erhöhte auf 2:0 (4.).

Es folgten Treffer von Tim Wohlgemuth (11.) und Simon Thiel (immer noch 11.), und anschließend ein frühes Ende des Arbeitstages von Ice Tigers-Goalie Niklas Treutle. Für ihn musste Leon Hungerecker den nächsten Gegentreffer hinnehmen, wieder in eigener Unterzahl. Diesmal durch Matthias Plachta, nach einer sehenswerten Körpertäuschung (16.). Nürnberg hingegen kam das gesamte erste Drittel nur sporadisch vor das Tor der Adler, gehütet von Arno Tiefensee in seinem ersten DEL-Spiel. Erstmals in dieser Saison offenbarte sich in einem Spiel ein echter Qualitätsunterschied zu Ungunsten der Ice Tigers.

Aufholjagd fiel aus

Der bestand durchaus auch im zweiten Spielabschnitt, obwohl das Team von Tom Rowe da sogar ein Tor erzielen konnte. Patrick Reimer eroberte den Puck im Angriffsdrittel, Tim Fleischer legte quer und Daniel Schmölz traf per Handgelenksschuss (31.). Die Hausherren taten nicht viel mehr als noch nötig, die Ice Tigers mühten sich nach Kräften, was in Kombination immerhin zu einer optisch ausgeglicheneren Partie führte. Noch mehr dürfte die Nürnberger Verantwortlichen allerdings die Tatsache gefreut haben, dass Nicholas Welsh nach einem unglücklichen Einschlag in die Bande wieder aufs Eis zurückkehren konnte.

Ging da noch was? Charakterlich wäre den Ice Tigers schließlich sogar eine spektakuläre Aufholjagd in Mannheim zuzutrauen. Derartige Hoffnungen zerstörte Nigel Dawes aber schon früh im Schlussabschnitt, als er zum zweiten Mal treffen durfte. 6:1, drittes Powerplay-Tor der Adler an diesem Abend (44.). Danach durften aber auch die mitgereisten Fans der Ice Tigers noch jubeln - weil Tim Fleischer noch einmal Daniel Schmölz fand (49.). Und weil Dane Fox kurz darauf den Puck an Tiefensee vorbei zum 3:6 über die Linie drückte (56.).

Wirklich gefährlich wurde es für die Adler freilich nicht mehr, die Ice Tigers haben aber einmal mehr gezeigt, dass sie sich nicht aufgeben. Am Freitag um 19:30 Uhr gastieren die Schwenniger Wild Wings in der Arena. Nach zwei Niederlagen in Folge soll dann wieder ein Sieg her.

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