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Kleeblatt im Leistungsloch: Viele Alibis, wenig Punkte

Fürths Ergebniskrise: Hat sich Leitl zu oft vor seine Spieler gestellt? - 07.06.2020 20:37 Uhr

Es wird ungemütlich in der Kabine. Davon darf man angesichts der jüngsten Entwicklung bei der SpVgg Greuther Fürth ausgehen. Zwei Statistiken müssen alle beunruhigen: Noch hat die Mannschaft kein Geisterspiel gewonnen. Mit dem 1:2 gegen den SV Sandhausen, der bis dato noch nie im Ronhof gewonnen hat, gelang auch im vierten von vier Geisterspielen kein Dreier.

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1:2-Pleite: Kleeblatt muss SVS in der Tabelle vorbeiziehen lassen

Eigentlich hatte man die 40-Punkte-Marke letzte Woche knacken wollen, um sich damit endgültig aus dem Abstiegskampf der 2. Liga raushalten zu können. Doch ebenso wie gegen Darmstadt brachte das Kleeblatt seine Leistung nicht auf den Platz und konnte mit der Spielweise des engagierten SV Sandhausen nicht umgehen. Nach dem 0:2-Rückstand kam das Aufbäumen mal wieder zu spät. Daniel Keita-Ruel gelang noch der Anschlusstreffer, doch zu mehr reichte es nicht. Hier sind die Bilder zum Spiel!


Ein Blick zurück zum Jahresbeginn: Mit zwei Siegen kam das Kleeblatt aus der Winterpause, schlug später Aufstiegsfavorit Stuttgart. Doch mit vier Remis und vier Niederlagen gaben die Fürther allzu gerne den Aufbaugegner gegen schwächere Teams, die ihre Negativserien beenden konnten – Hannover, Wehen Wiesbaden und zuletzt Osnabrück, das bis zur Begegnung im Ronhof in diesem Jahr noch nicht gewonnen hatte, lassen grüßen.

Am Dienstag wartet Dresden

Dabei deprimiert der Blick auf die jeweilige Statistik immer mehr. Hohe Passquote, hohe Laufleistung, Ballbesitz – alles Makulatur, wenn die Punkte der Gegner oft auf destruktive Art und Weise klaut.

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Auch Leitl wird abgestraft: Das sind die Kleeblatt-Noten!

Es sollte schon wieder nicht sein. Gegen Sandhausen war das Kleeblatt allerdings so weit von einem Sieg entfernt wie schon lange nicht mehr. Gegen den SVS fiel Stefan Leitls Truppe wenig ein, bekam dann auch noch einen ärgerlichen Elfmeter und ein viel zu leichtes Gegentor. Nach Daniel Keita-Ruels Anschlusstreffer mobilisierten die Fürther in der Schlussphase zwar nochmal ihre Kräfte, mehr als stumpfes Anrennen kam aber nicht mehr heraus. Jetzt kommen Ihre Noten - so haben sie die Akteure gesehen:


Was also solle den intern hoch anerkannten Trainer Stefan Leitl dennoch positiv stimmen für das Spiel am Dienstag bei Schlusslicht Dynamo Dresden? Er sagt: "Mich stimmt vieles zuversichtlich. Es ist nicht so, dass wir aufhören zu spielen. Wir investieren schon in das Spiel, nur wir müssen mit dem Ziel in das Spiel gehen, es auch gewinnen zu wollen."

"Ein bisschen ekliger werden"

Also alles Einstellungssache? Oder ist es nicht auch eine Frage, wie der Trainer die Mannschaft einstellt? Vielleicht hat er sich in der Rückrunde einmal zu oft vor seine Spieler gestellt, ihnen Alibis verschafft, wo es Verantwortungszuweisung gebraucht hätte.

"Ich glaube, wir müssen ein bisschen ekliger werden, wie die anderen in der Liga", glaubt mit Branimir Hrgota einer derjenigen im Team, der momentan stark enttäuscht.

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