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Lieblingsgegner, na und? Bamberg unterschätzt Ulm nicht

Oberfranken möchten Heim-Siegesserie gegen Schwaben weiter ausbauen - 08.03.2019 15:26 Uhr

Für Tyrese Rice und Co. stehen die Chancen für einen erneuten Heimsieg gegen Ulm gut, unterschätzen dürfen die Bamberger Basketballer den Gegner aber nicht. © Sportfoto Zink / HMI


Die Bilanz der Brose-Boys gegen Ulmer Teams spricht bislang eine eindeutige Sprache. In bisher 45 Aufeinandertreffen gingen Bamberger Mannschaften 38 Mal als Sieger hervor. In heimischer Halle ist es noch deutlicher: 20 Siegen stehen nur drei Pleiten gegenüber. Und dennoch wird die Begegnung des 23. Spieltags alles andere als ein Selbstläufer für die Mannen von Federico Perego.

Ulmer Kämpferqualitäten

"Ulm ist eine sehr talentierte und vor allem athletische Mannschaft. Dazu haben sie einen sehr guten Coach", schickt Broses Headcoach im Vorfeld ein paar Lorbeeren an die Donau – und dies mit Recht. Die von Thorsten Leibenath gecoachten Ulmer hatten zwar einen extrem schweren Saisonstart und kassierten zu Beginn der BBL-Hauptrunde fünf Pleiten in Serie, doch seitdem zeigen die Ratiopharm-Korbjäger regelmäßig ihre Klasse und kämpften sich immerhin aktuell bis auf Rang acht vor. Zuletzt erlitten die bayerischen Schwaben allerdings einen Dämpfer. Beim Karnevalsspiel in Bonn zog das Leibenath-Team denkbar knapp mit 76:78 den Kürzeren.

Beste Punktesammler im bisherigen Saisonverlauf sind die beiden US-Forwards Dwayne Evans (14,5) und Javonte Green (14,1). Mit 10,1 Zählern pro Partie punktet zudem Aufbauspieler Patrick Miller regelmäßig zweistellig. Man darf sich als gegnerische Verteidigung allerdings nicht nur auf dieses Trio fokussieren, denn auch andere Spieler können an guten Tagen die Mannschaft tragen. Zuletzt in Bonn beispielsweise hielten Ismet Akpinar (17) und Bogdan Radosavljevic (13) die Ulmer lange Zeit in der Partie. Evans und "Überflieger" Green führen Ulm aber nicht nur bei den Punkten an: Auch bei den Rebounds machen die Beiden einen exzellenten Job: Evans sichert 6,4 Abpraller im Schnitt, Green 5,6.

Bamberger Vorteile

Trotz der starken Individualstatistiken spricht auch am Sonntag viel für einen Bamberger Heimsieg – zumindest wenn es rein nach den nackten Zahlen geht. In fünf der sechs relevanten Statistiken liegt Brose Bamberg vorne. So erzielt der Pokalsieger im Schnitt mehr Punkte (87,6/87,1), trifft besser aus dem Feld (49,3 Prozent/47,5 Prozent) und von der Freiwurflinie (81,9 Prozent/78,5 Prozent), holt mehr Rebounds (34,3/33,7) und verteilt mehr Assists (20/17). Einzig die Dreierquote ist bei Ulm leicht besser (35,6 Prozent/36,8 Prozent).

Ein weiterer oberfränkischer Pluspunkt könnte sein, dass Federico Perego – im Gegensatz zu seinem Pendant Thorsten Leibenath – personell aus dem Vollen schöpfen kann. Ulm wird definitiv ohne Ra´Shad James antreten, der sich letzte Woche einer Schulter-OP unterziehen musste und bis Saisonende ausfallen wird. Fragezeichen stehen zudem hinter den Einsätzen von Per Günther, Katin Reinhardt und Isaac Foto. Ulms Kapitän wurde ebenfalls letzte Woche operiert. Die Arthroskopie am Knie war jedoch eine reine Vorsorgemaßnahme und sollte den Aufbauspieler nicht lange behindern.

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Bierdusche und Krimi: Brose Bamberg holt den Pokal

Als Matchwinner Nikolaos Zisis nach einer kräftigen Bierdusche den Pokal jubelnd in die Höhe reckte, war die Basketballwelt von Brose Bamberg wieder in Ordnung. Nach schwierigen Monaten mit einem Trainerwechsel und Problemen in der Klub-Führung holten die Franken in einem Herzschlagfinale mit 83:82 gegen ALBA Berlin zum sechsten Mal den Cup.


Dennoch: Nach ihrem Aus im EuroCup kommen die Ulmer ausgeruht nach Oberfranken und werden nach Ansicht von Coach Perego alles daran setzen, um "die Niederlage aus Bonn wettzumachen". Von seinen eigenen Spielern erwartet der Italiener, dass sie bereit sind und sich in erster Linie wieder bei der Arbeit am defensiven Brett steigern. Zuviel abgegebene Offensivrebounds machten den Domstädtern am Mittwoch gegen Bandirma das Leben unnötig schwer. Im Angriff müssen Tyrese Rice & Co. ihr Visier von jenseits der Dreierlinie wieder besser einstellen. Beim 81:79-Sieg im Achtelfinalhinspiel der Champions League fiel diese mit 15 Prozent (3/20) nämlich sehr dürftig aus.

Bereits am Montagabend macht sich der Brose-Express dann auf dem Weg an den Bosporus. Zunächst fliegt das Team von Nürnberg nach Istanbul, von wo es nach einer Übernachtung mit dem Bus weiter in die vier Stunden entfernte Hafenstadt Bandirma geht. Dort bleiben Coach Perego zwei Trainingseinheiten für die Vorbereitung auf das Spiel am Mittwoch (18 Uhr). Nach dem Schlusspfiff geht es noch in der Nacht wieder zurück in die türkische Metropole, ehe Donnerstagfrüh der Flieger zurück nach Nürnberg abhebt. Das nächste Spiel steht dann am Montag, 18.03. (20.30 Uhr), gegen die Eisbären Bremerhaven an.

Benjamin Strüh

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