Olympische Spiele

Platz zehn: Nürnbergs Schwimm-Hoffnung verpasst Olympia-Finale knapp

25.7.2021, 09:04 Uhr
Tief durchatmen: Fabian Schwingenschlögl taucht nach dem Halbfinale aus dem Wasser des Aquatics Centre auf und überlegt, ob seine Zeit fürs Finale reichen könnte.

Tief durchatmen: Fabian Schwingenschlögl taucht nach dem Halbfinale aus dem Wasser des Aquatics Centre auf und überlegt, ob seine Zeit fürs Finale reichen könnte. © Michael Kappeler, dpa

Daumen gedrückt hatten sie nicht nur daheim in Nürnberg und in Neckarsulm, wo Fabian Schwingenschlögl seit einiger Zeit trainiert und arbeitet, ein Auftritt in Tokio hatte ihm ausgereicht, um auch weltweit ein paar neue Fans zu generieren. In den sozialen Medien erfreuten sich viele Menschen an seinem imposanten Namen und schnell war er ja auch noch, so schnell, dass es für einen Startplatz im Halbfinale über 100m Brust gereicht hatte.

Von einer Medaille hatte der 29-Jährige wohl nur in besonderen Nächten geträumt, das Finale hatte Schwingenschlögl aber durchaus selbstbewusst als Ziel ausgegeben. Als er am Sonntagvormittag, Ortszeit Tokio, wieder aus dem Wasser des Aquatics Centre auftauchte und tief durchatmete, dürfte er allerdings geahnt haben, dass das schwierig werden könnte.

Bei 59,32 Sekunden blieb bei ihm die Uhr stehen. Im ersten Halbfinale war das zwar die viertschnellste Zeit, im zweiten Halbfinale zog Adam Peaty, der Dominator über die 100m Brust, aber gleich vier Starter mit, für Fabian Schwingenschlögl blieb insgesamt nur Platz zehn.

Harter Konkurrenzkampf um die Staffel

"Es hat eigentlich alles geklappt, mehr war nicht drin heute", sagte der Nürnberger, nachdem er aus dem Becken gestiegen war. Im Vergleich zum Vorlauf (59,49 Sekunden) am Tag zuvor hatte sich Schwingenschlögl gesteigert, an seine Bestzeit aus dem Frühjahr kam er aber nicht heran. Mit seiner Zeit knapp unter 59 Sekunden aus dem April wäre er ins Finale eingezogen.

So reichte es knapp nicht, was auch für den zweiten deutschen Starter Lucas Matzerath galt. Mit 59,31 Sekunden verpasste er als Neunter ebenfalls hauchdünn einen weiteren Auftritt in dieser Disziplin - und ist nun Schwingenschlögl ein harter Konkurrent um den Startplatz in der Lagenstaffel. Der Bundestrainer kann nur einen von beiden nominieren und muss nun zwischen aktueller Form und Konstanz über die vergangenen Jahre entscheiden. Nicht nur in Nürnberg und Neckarsulm wird man Fabian Schwingenschlögl die Daumen drücken.

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