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Und plötzlich läuft die Zeit davon...

Seit Michael Hofmann aus dem Trainingslager zurück ist, geht es bei ihm rund - 09.04.2012 07:00 Uhr

In einer fünfköpfigen Familie gibts immer was zu tun: Michael Hofmann (3. von links) mit seiner Lebensgefährtin Nury (2. von rechts) und deren Kindern Fabian (links), Beatrice und Oliver. © Mark Johnston


"Oh, das ist ja schon nächsten Sonntag." Michi Hofmann ist selbst überrascht davon, dass der erste Wettkampf in wenigen Tagen ansteht. Dabei hat er sich selbst dafür angemeldet. Den neuen Jechnerer Duathlon in Ansbach hat er sich ausgesucht. Die Kurzdistanz will er bestreiten. Das heißt: Zehn Kilometer Laufen, 40 Kilometer Radfahren und dann nochmal fünf Kilometer Laufen.

Michis Ziel: "Eine Top-Platzierung soll schon herausspringen." Er erklärt aber auch: Er bestreitet diesen Wettkampf aus dem vollen Training heraus; will sich vor allem Wettkampfhärte für die Höhepunkte der Saison holen. 

So richtig gut und leicht fühlt sich der 31-Jährige im Training derzeit nicht. Sein Körper hat die Schinderei auf Fuerteventura noch nicht richtig verdaut. Und vor allem: Seit der Sportler von der Insel zurück ist, geht es bei ihm auf allen Ebenen rund. "Wenn du drei Wochen weg bist, bleibt halt viel liegen." Was er ebenfalls wieder einmal feststellt: "Ich nehme mir für den Tag immer mehr vor, als eigentlich reinpasst."  Das baut zwar jeglicher Langeweile vor, sorgt aber für eine gewisse Portion Dauerstress.

Lebensgefährtin Nury bremst ihn da immer wieder ein. Lächelnd erzählt er, wie sie ihn bei seinen Planungen zwischendurch fragt, ob er sicher ist, dass er sich so viel aufbürden will. Auch mit dem Start am Sonntag in Ansbach hat er sie überrascht. Dennoch kommt sie mit, um ihn anzufeuern.

Sonstige Betreuer oder Helfer, die ihm vielleicht das Rad in der Wechselzone aufbauen oder die Laufschuhe herrichten, hat der Athlet der Radfreunde Hilpoltstein dagegen nicht dabei. "Das ist im Triathlon nicht üblich", erklärt er. "Da hat es Tradition, dass sich der Wettkämpfer um seine Ausrüstung selbst kümmert."

Gut zwei Stunden vor dem Start um elf Uhr wird er also bereits in Ansbach sein, um alles zu organisieren und sich dann aufzuwärmen. "Je kürzer die Distanz, desto besser muss man sich einlaufen."

Die Konkurrenz in Ansbach ist nicht ohne: Gemeldet haben zum Beispiel der Mittelfränkische Duathlon-Meister Thomas Hofmann aus Nürnberg  und Bernd Hagen vom SSV Forchheim, der beim Challenge in Roth 2011 sechs Minuten vor Michi Hofmann ins Ziel kam.

 Auch Wettkampf Nummer zwei steht schon fest: Am 1. Mai wird Hofmann beim Citytriathlon Amberg (CTA) auf der Kurzdistanz mit dabei sein. Dieser Veranstatlung gehört längst zu den festen Größen im Triathlon-Kalender.  Die Strecke führt mitten durch die Amberger Altstadt. Michi Hofmann bringt diesmal ein besonderes Handicap mit: Er schiebt vorher eine 24-Stunden-Schicht auf der Feuerwache, fährt von dort direkt nach Amberg. Und bangt jetzt schon, dass sein Zeitplan auch aufgeht.

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Michi Hofmann - ein extrem-ausdauernder Feuerwehrmann

Seit seiner Kindheit dreht sich Michi Hofmanns Leben um Triathlon. Geboren und aufgewachsen zwei Kilometer Luftlinie vom früheren Schwimmstart des Rother Langdistanz-Triathlons entfernt, wurde er früh von der Faszination dieser Sportart gepackt. Seitdem reiht er Erfolg an Erfolg. Selbst seinen Beruf als Feuerwehrmann verdankt er dem Triathlon: Ein anderer Athlet brachte ihn bei einem Gespräch zufällig auf die Idee.


Gudrun Bayer

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