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VfB gegen FCN: 4580 Tage nach dem Pokal-Finale

Dem Pokal-Erfolg der Rot-Schwarzen folgte vor allem Tristesse - 08.12.2019 17:21 Uhr

Das waren noch Zeiten: Nach einem rauschhaften Pokal-Abend 2007 reckte Raphael Schäfer in Berlin die traumhafte Trophäe in die Höhe.

© Johannes Eisele


Zwölfeinhalb Jahre - 4580 Tage, um genau zu sein - liegen zwischen der Partie in Berlin, als der Club mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung seinen ersten Titel nach 39 eher tristen Jahren gewann. Die Franken träumten davon, mit Erfolgstrainer Hans Meyer eine neue Ära einleiten zu können.

Niedergeschlagenheit in der Noris und am Neckar 

Auch in Stuttgart schienen wieder goldene Zeiten anzubrechen, schließlich konnte man sich beim VfB 2007 mit dem Gewinn des fünften deutschen Meistertitels trösten. Doch die nächsten Kapitel Fußballgeschichte, die in der Noris und am Neckar geschrieben wurden, waren alles andere als positiv.

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Fünf Tore, Brutalo-Fouls und ein Platzverweis: Es war ein hochdramatisches Finale zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem VfB Stuttgart, in dem der Club seine Anhänger wie so oft in ein Wechselbad der Gefühle stürzte, ihnen am Ende aber den wohl größten Moment ihres Fan-Daseins bescherte. Wir blicken zurück auf ein unvergessliches Spiel.


Der Zickzack-Kurs, mit dem der 1. FC Nürnberg die Leidensfähigkeit seiner Fan seither strapaziert hat, verdeutlicht, was im Fußball in einem guten Jahrzehnt alles passieren kann. Der Club ging nach dem Pokalsieg auf Europareise, bekam es beim Comeback im Uefa-Pokal mit namhaften Klubs wie Rapid Bukarest, FC Everton, Zenit St. Petersburg, AZ Alkmaar und Benfica Lissabon zu tun - und stieg nur zwölf Monate nach dem Pokalsieg in die zweite Liga ab.

Hans Meyer war da schon längst wieder Geschichte, mit Thomas von Heesen, Michael Oenning, Dieter Hecking, Michael Wiesinger, Gertjan Verbeek, Roger Prinzen, Valerién Ismaël, René Weiler, Alois Schwartz, Michael Köllner, Boris Schommers und Damir Canadi versuchten sich ein Dutzend weiterer Fußball-Lehrer daran, den einstigen Rekordmeister wieder auf Kurs zu bringen. Zwei Auf- und Abstiege später hat der aktuelle Coach Jens Keller nun die undankbare Aufgabe, den Club aus dem Keller der 2. Bundesliga zu hieven.

16 Trainer und ein Unterschied 

Und der VfB? Der Zauber der Meisterschaft verflog auch schnell. Nach Jahren des permanenten Abstiegkampfs im Oberhaus ging es 2016 und 2018 hinab in Liga zwei. Nach der Demission von Meistercoach Armin Veh 2008 bemühten sich 16 weitere Trainer - unter ihnen auch Jens Keller - die Stuttgarter zurück in die Erfolgsspur zu führen. Immerhin grüßt der VfB momentan im Gegensatz zum Club vom oberen Ende der Zweitliga-Tabelle. 

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Harald Büttner

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