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Volle Kontrolle! Das hübsche Gesicht des Kleeblatts

Die Spielvereinigung hat die Lizenz für 2021/2022 erhalten - 22.04.2021 04:34 Uhr

Nicht zu stoppen: David Raum gefiel auch gegen Braunschweig und sorgte mit dafür, dass die Fürther Aufstiegsambitionen weitern Schwung erhielten

21.04.2021 © Sportfoto Zink / Melanie Zink, Sportfoto Zink / Melanie Zink


Der FC Sankt Pauli, der SV Sandhausen, der Karlsruher SC, der SC Paderborn 07 und Fortuna Düsseldorf stehen noch auf dem Spielplan im Ligabetrieb - danach vielleicht schon der FC Bayern München. Noch ist das Konjunktiv. Aber nach dem jederzeit ungefährdeten 3:0 (3:0)-Sieg über die Abstiegskämpfer von Eintracht Braunschweig hat die SpVgg Greuther Fürth ihre Aufstiegsambitionen weiter untermauert. Sportlich versteht sich. Mündlich gilt weiter Zurückhaltung.

Cleverness zur rechten Zeit

Fußballerisch nicht. Im Stile einer Klassemannschaft machte Fürth Braunschweig schon vor die Pause die Türe zu. Binnen 33 Minuten, einem Seitfallzieher von Sebastian Ernst, einem Foulelfmeter von Kapitän Branimir Hrgota und einem Treffer von Havard Nielsen war die Aufgabe praktisch erledigt. Dann zeigte das Kleeblatt Cleverness.

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Souveräner Sieg und schöne Noten: 3:0 - die Kleeblatt-Kritik!

Drei Punkte und einen ordentlichen Schritt näher dran am großen Traum: Durch das 3:0 gegen Eintracht Braunschweig kommt das Kleeblatt dem Aufstieg näher. Die Basis für den Erfolg gegen die Niedersachsen ist eine starke erste Hälfte, in der Ernst, Nielsen und Hrgota bereits früh treffen. Die weiß-grünen Einzelkritiken und Noten kommen folglich äußerst angenehm daher.


Fürth kontrollierte und hielt sich selbst dabei unter Kontrolle. Ein bisschen mehr Ballhalten als sonst, ein paar Querpässe mehr als üblich, sich die Kräfte einteilen. In der wachsenden Gewissheit des Sieges funktionierte das sehr gut. Energisch, wenn nötig, ökonomisch, wenn möglich - so agieren Topteams.

"Sehr seriöse Leistung"

"Das ist das Gesicht meiner Mannschaft, das sie schon die ganze Saison hinweg zeigt", so Fürths Trainer Stefan Leitl. Ein sehr hübsches Gesicht, dass auf den letzten Metern keine Kratzer bekommen soll. Mit einer "sehr konzentrierten, sehr seriösen Leistung ", wie Leitl es nannte, hielten sich die Franken Braunschweig spielerisch leicht vom Hals.

Jaeckel angeschlagen

Einziger Schönheitsfleck war ein zwickender Oberschenkel. Paul Jaeckel hatte sich nach einem Duell mit Braunschweigs Marcel Bär schon vor der Pause dorthin gegriffen. Dorthin, wo der Grund für seine mehrwöchige Verletzungspause von Ende Januar bis Mitte März entstanden war. In der 57. Minute holte Leitl den U21-Nationalspieler vom Platz. "Paul hat in der ersten Hälfte etwas im Oberschenkel gespürt. An der Stelle seiner alten Verletzung. Es ist aber nichts Schlimmeres. Das war eine Vorsichtsmaßnahme", erklärte Leitl. Schließlich steht am Sonntag das Spiel auf Sankt Pauli an (13.30 Uhr/Sky). Seine Auswahl an Innenverteidigern will der Coach nicht weiter ausdünnen. Mit Mergim Mavraj fehlte gegen Braunschweig schon einer mit muskulären Problemen. Abdourahmane Barry hat gerade erst eine Woche Mannschaftstraining hinter sich, nachdem er er eine Bänderverletzung im Sprunggelenk auskuriert hat.

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Platz zwei gefestigt: Furiose Fürther schlagen Braunschweig

Etwas mehr als eine halbe Stunde hat die SpVgg Greuther Fürth gebraucht, dann war klar: Die drei Punkte gegen Eintracht Braunschweig bleiben im Ronhof. Dank einer konzentrierten Leistung in Halbzeit eins bleibt das Kleeblatt vorerst auf Platz zwei - und darf weiter vom ganz großen Coup träumen. Hier sind die Bilder zum Spiel!


Am Sonntag in Hamburg dürfte der Druck auf die Fürther anders ausfallen. Anders als die offensiv völlig harmlosen Braunschweiger. In ihren drei Spielen im April schossen die Kiez-Kicker neun Tore, im Schnitt also drei pro Partie.

Lizenz in der Tasche

Auf anderem Gebiet sind die Fürther schon am Ziel. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat dem Kleeblatt die Lizenz für die kommende Spielzeit ohne wirtschaftliche Auflagen und Bedingungen erhalten - für erste und zweite Liga. Im Aufstiegsfall gäbe es nur einige infrastrukturelle Auflagen. "Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu gewährleisten war in diesem Jahr eine große Kraftanstrengung aller. Wir haben nochmal viel einsparen müssen und ich möchte mich bei allen Bedanken, die daran mitgewirkt haben. Die geforderten Erweiterungen im Aufstiegsfall sind im Großen und Ganzen beim Neubau der Haupttribüne bereits berücksichtigt worden, so dass wir vieles schon vorbereitet haben und dann relativ schnell umsetzen könnten", sagt Geschäftsführer Holger Schwiewagner. Der FC Bayern könnte also kommen.

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