Nur die Chinesen kaufen mehr 

Angst vor Inflation: Deutsche Anleger kaufen tonnenweise Gold

Redaktion nordbayern

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Die Deutschen kaufen Gold wie verrückt - aus Angst vor Inflation.

Die Deutschen kaufen Gold wie verrückt - aus Angst vor Inflation. © Arne Dedert, dpa

90,5 Tonnen Gold in Barren und Münzen – so viel Edelmetall haben die Deutschen im ersten Halbjahr 2021 gekauft. Das geht aus kürzlich veröffentlichten Daten des World Gold Council hervor. Es ist die größte Menge verkauften physischen Goldes in Deutschland innerhalb eines Halbjahres seit 2009. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet.

Damit übertraf der Goldabsatz sogar den bisherigen Rekord von 90 Tonnen aus dem Corona-Halbjahr 2020. Weltweit kaufen derzeit nur die Chinesen mehr Gold. In Europa ist Deutschland der mit Abstand wichtigste Gold-Absatzmarkt: Auf die deutschen Anleger entfielen im ersten Halbjahr knapp 60 Prozent des auf dem europäischen Kontinent verkauften Goldes. Dahinter folgen die Schweiz und Österreich.

"Wir haben eine lange Geschichte von Inflations-Angst in unserer DNA“, sagt Raphael Scherer, Manager beim Edelmetall-Händler Philoro aus Leipzig, gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg, "und jetzt steigt das Inflations-Risiko wieder.“

Weltweit wird damit in Deutschland so viel Gold an Privatkunden verkauft wie sonst fast nirgendwo auf der Welt. Lediglich in China war der Absatz im ersten Halbjahr mit 145,3 Tonnen noch höher.

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