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Greenpeace protestiert bei Amazon gegen Retouren-Vernichtung

Anlass für den Protest war der "Prime-Day" mit Sonderangeboten für Kunden - 15.07.2019 10:10 Uhr

Greenpeace-Aktivisten haben am Gebäude der Amazon Logistik Winsen GmbH Transparente mit der Aufschrift: #amazon crime" gehängt. Auf dem Dach haben die Aktivisten den Schriftzug "Für die Tonne" aus Versandkartons angebracht. © Georg Wendt, dpa


Am Montagmorgen seien sie noch immer auf dem Dach gewesen, teilte die Polizei mit. Polizisten seien im Einsatz, um eine "kooperative Lösung" zu finden und die Lage zu beobachten. Der Betrieb sei aber nicht eingeschränkt, es habe keine Auseinandersetzungen gegeben. Laut Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin bei Greenpeace, haben die Aktivisten Banner aufgehängt. Aus Versandkartons wurde ein 27 Meter langer Schriftzug "Für die Tonne" errichtet.

 

 

Anlass für den Protest sei der "Prime-Day" am Montag und Dienstag mit Sonderangeboten für Amazon-Kunden, sagte Wohlgemuth. "Wir wollen auf die klimaschädliche Ressourcenvernichtung bei Amazon aufmerksam machen." Nach Angaben von Greenpeace gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf.


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Marktführer Amazon hatte dazu im Juni erklärt, die überwiegende Mehrheit der zurückgegebenen Produkte komme erneut in den Verkauf, gehe an Lieferanten zurück oder werde je nach Zustand an gemeinnützige Organisationen gespendet.

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Amazon hatte mitgeteilt, dass man rechtliche Schritte gegen die Organisatoren der Aktion prüfe. Diese Art von Protest sei illegal und gefährde unnötig alle Beteiligten und Mitarbeiter. Nach Wohlgemuths Worten planen die Aktivisten, während der "Prime Days" auf dem Dach zu bleiben und weiter zu protestieren. 

dpa

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