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Kfz-Zulieferer Schaeffler startet mit alten Sorgen ins neue Jahr

Unternehmen aus Herzogenaurach konnten Probleme im 1. Quartal nicht abwerfen - 08.05.2019 14:06 Uhr

Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld (links) und Großaktionär Georg Schaeffler: Der Kfz-Zulieferer hat einen holprigen Start ins neue Jahr hingelegt. © Julian Stratenschulte, dpa


Es ist vor allem die schwächelnde Autokonjunktur, insbesondere in China, die Schaeffler genau wie viele seiner Wettbewerber seit vergangenem Sommer zu spüren bekommt. Daran hat sich auch zum Jahresauftakt wenig geändert: Im 1. Quartal erwirtschaftete der Kfz-Zulieferer einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet das währungsbereinigt nur ein zartes Plus von 0,4 Prozent.

Noch mehr umtreiben dürfte Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld, dass gleichzeitig das operative Ergebnis auf 230 Millionen Euro zurückging (zum Vergleich: 1. Quartal 2018: 391 Millionen Euro). Unterm Strich stand damit ein Konzernergebnis von nur noch 137 Millionen Euro (238 Millionen Euro). Es ist dabei vor allem die umsatzstärkste Sparte Automotive OEM, die unverändert schwächelt. Die deutlich kleinere Industrie-Sparte konnte dagegen ihren Umsatz steigern.

Schaeffler sieht das Positive

Trotzdem bemüht sich Schaeffler, das Positive in der Entwicklung zu betonen. So weisen die Herzogenauracher darauf hin, dass der Umsatz von Automotive OEM im 1. Quartal währungsbereinigt zwar um 1,7 Prozent zurückging. Da die weltweite Automobilproduktion im selben Zeitraum aber sogar um 6,7 Prozent geschrumpft sei, habe die Sparte in einem anhaltend herausfordernden Umfeld sogar "eine starke Outperformance von fünf Prozent" hingelegt.

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"Die Ergebnisse des 1. Quartals reflektieren die schwierigen Markt- und Wettbewerbsbedingungen insbesondere im Automotive-Geschäft", erklärte Rosenfeld. "Für den Rest des Jahres werden wir unsere Kosten und unser Kapital sehr diszipliniert steuern und die Transformation der Schaeffler Gruppe konsequent vorantreiben."

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