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Cheerleader in Herzogenaurach gründen Junior-Team

Erstes Training am Freitag: Abwechslungsreicher Sport für Kinder ab zehn Jahren - 05.05.2021 06:00 Uhr

So sehen die Seniors aus: Jetzt soll auch der Nachwuchs bei den Rhinettes folgen.

02.05.2021 © Foto: Herzo Rhinos


Mit dem Wedeln von Pom Poms ist es nicht getan, und auch mit den anderen Klischees um oberflächliche Zicken aus den US-amerikanischen Teenager-Filmen haben die Cheerleading-Gruppen in Deutschland wenig gemeinsam. Cheerleading ist ein extrem fordernder Sport, in dem vor allem der Team-Gedanke zählt. Deshalb lohnt es sich auch schon für Mädchen und Jungs, damit in jungen Jahren zu beginnen.


Cheerleading emanzipiert sich vom Pausenfüller


Das Interesse daran ist da, die Herzo Rhinettes haben immer wieder Anfragen von Sportlerinnen bekommen, die für das Senior-Team zu jung waren. Seit drei Jahren gibt es die Cheerleader als Unter-Abteilung der Herzo Rhinos, der American-Football-Mannschaft des ASV. 25 Mitglieder sind es bei den Erwachsenen, hier darf man aber erst ab 16 Jahren mitmachen. "Um als Abteilung weiterzukommen und Nachwuchs für das Senior-Team zu entwickeln, war es notwendig, ein Angebot für Jüngere zu schaffen", sagt Junior-Trainerin Amelie Hetterich. Die Zusage des Vereins hatten die Cheerleader bereits seit November, im Lockdown aber konnten sie kein Training anbieten.

Das ändert sich nun: Am Freitag, 7. Mai, 17 Uhr soll es losgehen auf dem Sportplatz des ASV Herzogenaurach. Die aktuellen Corona-Regelungen erlauben kontaktloses Outdoor-Training in Kleingruppen für Kinder bis 14 Jahre, unabhängig von den Inzidenzwerten. Mitmachen kann man nur nach vorheriger Anmeldung. Hetterich erklärt den Eltern und Kindern vorab, worauf sie beim Hygienekonzept achten müssen. "Wir haben genügend Trainer und ausreichend Platz", sagt die 24-Jährige, die selbst im Senior-Team dabei ist.

Von den Klischees nicht abschrecken lassen

Cheerleader-Training würde sie in jedem Fall empfehlen - von den Klischees aus den Filmen sollte man sich nicht abschrecken lassen: "Diese Filme porträtieren das Cheerleading gar nicht so, wie es in Deutschland ist. Der Verband achtet hier sehr darauf, dass sich das Image verändert", sagt Hetterich. "Ich mag am Cheerleading besonders, dass es so viele Elemente miteinander verbindet, Akrobatik, Hebefiguren, Stunts, Werfen, Turnen, Sprungdisziplin, Tanz und das Anfeuern."

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Bei den Juniors achten die Trainer darauf, das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten. "Wir richten uns sehr altersgerecht aus und lassen die Kinder nicht mit gefährlichen Stunts anfangen." In den allermeisten Fällen hätten die Mädchen und Jungs keine Vorerfahrung, und das sei auch völlig okay. "Wir fangen dann langsam an." Das gilt übrigens auch für Jungs, die im Training sehr willkommen sind. Im Senior-Team aber gibt es trotzdem nur zwei Männer. "Das liegt auch noch sehr an den Klischees", sagt Hetterich. "Doch ich finde es schade, denn die Jungs sind gerade für die Hebefiguren und Stunts sehr wichtig." Fürs Cheerleading braucht man eben nicht nur Pom Poms, sondern vor allem Ausdauer und Kraft.

Weitere Infos und Anmeldung (unbedingt erforderlich!) per E-Mail an cheerleading@herzo-rhinos.de

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