Video ging viral

Bier-Reste im Wiesn-Zelt ausgeschenkt? Kellner erklärt seltsame Vorgehensweise

Ella Gößelein

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3.10.2022, 18:27 Uhr
Besucher auf dem Oktoberfest in München stoßen mit ihren Maßkrügen an.

© imago images/imagebroker, NN Besucher auf dem Oktoberfest in München stoßen mit ihren Maßkrügen an.

Ein Besucher filmte im Wiesn-Zelt Wildstuben eine kuriose Szene: Ein Kellner steht vor einem Spülbecken und sammelt mit einem Glas die "Noagerl", also die Bierreste, aus einem Spülbecken, um sie anschließend in einen Bierkrug zu schütten. Eine Kellnerin tritt an die Theke und trägt anschließend Bier zu den Gästen. Im Video ist nicht klar zu erkennen, ob es sich dabei um frisch gezapftes Bier oder das zusammengeschüttete Gemisch handelt.

Das Video ging auf Facebook viral und zahlreiche Userinnen und User empörten sich über die unhygienischen Zustände. Zu Recht? Nicht ganz, wie sich wenig später herausstellte. Wie die tz berichtet, war lediglich das Spülbecken verstopft und der Kellner musste es ausschöpfen.

"Natürlich hätte der Kellner dazu einen Eimer benutzen sollen. Leider kann man in so ein Video viel Negatives hineindeuten. Aber, außer dass der Kellner zum Ausschöpfen das falsche Gefäß genommen hat, haben wir uns nichts zuschulden kommen lassen", zitiert die tz den Wildstuben-Wirt Klaus Renoldi.

In einem Kurzen Statement-Video erklärt nun auch der Kellner aus dem Ursprungsvideo das Problem. "Das erste was ich zur Hand hatte war ein Cola-Glas und Maßkrüge." Er habe schnell handeln müssen. Die Bierreste seien aber selbstverständlich nicht zu den Gästen gewandert. "Heute ist der Abfluss wieder frei. Und wir denken das kommt auch nicht mehr vor", so der Kellner. Das nächste mal wolle er jedoch einen Eimer verwenden, um Missverständnisse vorzubeugen.

Zuletzt wurden die hygienischen Zustände auf der Wiesn im Allgemeinen bemängelt. Ein Virologe vermutet, dass die kalt gespülten Maßkrüge hinter der starken Ausbreitung des Coronavirus auf der Wiesn stecken.

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