Kerzen, Kleider, Campingkocher

Bundesamt veröffentlicht Liste: Diese Dinge brauchen Sie im Falle eines Blackouts

Stefan Besner

Online-Redaktion

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11.9.2022, 09:32 Uhr
Es kann nicht schaden, eine kleine Notration an Essen und Getränken zu Hause zu haben und zu checken, welche Medikamente noch in ausreichender Menge vorhanden sind. Hamsterkäufe sind jedoch in keinem Fall angebracht.

© via www.imago-images.de Es kann nicht schaden, eine kleine Notration an Essen und Getränken zu Hause zu haben und zu checken, welche Medikamente noch in ausreichender Menge vorhanden sind. Hamsterkäufe sind jedoch in keinem Fall angebracht.

Man stelle sich vor, von jetzt auf gleich würde der Strom ausfallen. Nicht nur für ein paar Minuten, sondern für Stunden, Tage, Wochen... Wie abhängig die Menschen insbesondere in Industrienationen wie Deutschland vom Strom sind, ist den wenigsten bewusst - solange die unsichtbare Energie weiter aus der Dose fließt. Nicht nur Computer, Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Alltagsgeräte, fast unsere gesamte Infrastruktur hängt am Strom. Würde der versiegen, hätte das katastrophale Folgen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat zu diesem Zweck eine Liste an Dingen erstellt, die in keinem Haushalt fehlen sollten.

Die Blackout-Packliste:

Um die Auswirkungen eines Stromausfalls für den Einzelnen zu reduzieren, sollte sich jeder so vorbereiten, dass er einige Tage ohne Hilfe von außen auskommen kann, empfiehlt das BBK.

Diese Dinge sollten Sie im Falle eines Blackouts zu Hause haben:

- Trinkwasser und Nahrung für zehn Tage (pro Person):

  • Mindestens 20 Liter Trinkwasser. Prinzipiell gilt im Notfall, stets sparsam mit Wasser umzugehen
  • 3,5 kg an Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis usw.
  • 4 kg Gemüse und Hülsenfrüchte
  • 2,6 kg Milchprodukte
  • 1,5 kg Fisch, Fleisch, Eier
  • 0,357 kg Fette und Öle

    Da im Falle eines Blackouts auch Kühl- und Gefriertruhen nicht mehr funktionieren, ist bei leicht verderblichen Lebensmitteln Vorsicht geboten.

    - Kerzen und Streichhölzer, Taschenlampe (idealerweise mit Kurbel)

    - Warme Kleidung

    - Ausreichend Batterien

    - Batteriebetriebenes Radio (Bei einem umfassenden, längeren Stromausfall kann ein batteriebetriebenes Radio unter Umständen die einzige Möglichkeit sein, an Regierungs-Informationen zu gelangen, denn: Kein Strom bedeutet: Kein Fernsehen und auch kein Internet...)

    - Campingkocher mit ausreichend Gaskartuschen (zum Zubereiten von Mahlzeiten)

    - Hygieneartikel (Seife, Zahnbürste, Klopapier, Müllbeutel usw.)

    - Löschmittel (Feuerlöscher oder Löschdecke (denn Campingkocher, Kerzen usw. erhöhen die Brandgefahr)

    - Eine gut gefüllte Hausapotheke (Kontrollieren Sie die Ablaufdaten)

    - Bargeldreserve (Geldautomaten und elektronische Bezahlsysteme funktionieren nicht bei einem Stromausfall). Wie viel Bargeld Sie zu Hause haben sollten, erfahren Sie in unserem Beitrag.

    Notruf nur im Notfall wählen

    Wichtig ist im Falle eines Stromausfalls, nicht die Polizei oder Feuerwehr zu kontaktieren, es sei denn, es handelt sich um einen akuten Notfall. In der Regel sind die Notrufnummern in solchen Situationen chronisch überlastet. Informationen zum Stromausfall und dessen Dauer kann man zum Beispiel auch beim Stromnetzbetreiber erfragen.

    Stromausfall

    Für einen großflächigen Blackout kann es verschiedene Gründe geben wie einen Sonnensturm, der die Erde trifft, Sabotage, Überschwemmungen oder auch gezielte Hackerangriffe auf die entsprechende Infrastruktur. Zwar ist das deutsche Stromnetz sehr sicher und ein landes- oder gar europaweiter Blackout unwahrscheinlich - unmöglich aber ist dieses Szenario nicht. Vor diesem Hintergrund kann es nicht schaden, eine kleine Notration an Essen und Getränken zu Hause zu haben und zu checken, welche Medikamente noch in ausreichender Menge vorhanden sind. Hamsterkäufe sind jedoch in keinem Fall angebracht.

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