Nur Mini-Lockerungen: Bayern verlängert Kontaktbeschränkung

1.7.2020, 12:05 Uhr
In Bayern wurden die Kontaktbeschränkungen erneut verlängert.

In Bayern wurden die Kontaktbeschränkungen erneut verlängert. © Steffi Adam/imago images/Future Image

Die Lockerungen in den Bundesländern erfolgen in aller Regel unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Eine Besonderheit gibt es in Nordrhein-Westfalen: Hier waren für die Kreise Gütersloh und Warendorf viele der bereits gewährten Lockerungen nach dem massenhaften Corona-Ausbruch in einer Schlachtfabrik der Firma Tönnies zunächst wieder zurückgenommen worden. Diese Regelungen liefen für Warendorf um 0 Uhr in der Nacht zum Mittwoch aus, für den Kreis Gütersloh gelten sie aktuell bis zum 7. Juli.

In Bayern wurden die Kontaktbeschränkungen nun bis zum 19. Juli verlängert. Im öffentlichen Raum dürfen sich wieder Gruppen von bis zu 10 Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es gar keine zahlenmäßige Beschränkung mehr.

Auch für die letzten Schüler im Freistaat gibt es wieder Präsenzunterricht an den Schulen. Seit Mittwoch dürfen auch alle Kinder zurück in Kindergärten und Krippen.

Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen dürfen stattfinden - mit bis zu 50 Personen in Innenräumen oder 100 Personen im Freien.

Zum Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten haben sich Bund und Länder am Freitag auf eine gemeinsame Linie verständigt. Danach dürfen Reisende aus Landkreisen mit hohem Infektionsgeschehen nur dann in einem Hotel aufgenommen werden, wenn ihnen ein ärztliches Zeugnis bestätigt, dass sie nicht infiziert sind. Der Test darf bei der Anreise nicht länger als zwei Tage zurückliegen.

Eine Ausnahme bildet Thüringen: Der Freistaat verhängte kein Einreise- und kein Beherbergungsverbot. Begründung: Es gebe keine entsprechenden Ausreiseverbote für die betroffenen Regionen, die Gesundheitsämter der betroffenen Orte könnten die Situation besser einschätzen und sollten allen anderen Bundesländern die notwendigen Vorgaben liefern.

In Bayern dürfen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen, ebenso Wellnessbereiche. Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten.


Wegen Corona: Arbeitslosenzahl nähert sich Drei-Millionen-Marke


"Der Arbeitsmarkt ist wegen der Corona-Krise weiterhin unter Druck", sagte der Vorstandschef der Bundesagentur, Detlef Scheele. "Der massive Einsatz von Kurzarbeit stabilisiert aber den Arbeitsmarkt."

Gestiegen ist in der Corona-Krise auch die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Deutschland. Deren Zahl habe im Juni bei 4,076 Millionen gelegen, 152 000 Personen mehr als im Juni 2019. Damit waren im Juni nach Angaben der Bundesagentur 7,5 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter auf Hilfe angewiesen.