Sonntag, 16.05.2021

|

zum Thema

Söder oder Laschet - fällt heute die Entscheidung?

Wer geht aus dem Duo als Kanzlerkandidat hervor? - 13.04.2021 07:35 Uhr

Bilderstrecke zum Thema

Zehn Dinge, die Sie über Markus Söder wissen müssen

Markus Söder stieg bereits sehr früh in die Politik ein und erklomm eine steile Karriereleiter in der CSU. Besonders seit der Corona-Krise gewinnt der Ministerpräsident bei der Bevölkerung an Beliebtheit. Zehn Fakten über den möglichen Kanzlerkandidaten der Union.


Im Ringen um die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien richten sich die Blicke auf die gemeinsame Bundestagsfraktion. An diesem Dienstagnachmittag kommen die Abgeordneten zu ihrer regulären Sitzung zusammen. CSU-Chef Markus Söder setzt darauf, dass dort der Rückhalt für seinen Kontrahenten, den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet, nicht so einhellig ist wie am Montag in den CDU-Parteigremien und dass er das Meinungsbild noch zu seinen Gunsten drehen kann. Für Abgeordnete gehe es um den "Gewinn oder Verlust des Wahlkreises", sagte der bayerische Ministerpräsident der Online-Sendung Bild live.

Wenn man auf aktuelle Umfragedaten schaue, sehe man, dass früher sichere schwarze Wahlkreise "jetzt grün im Süden, rot im Westen und blau im Osten" seien. Söder zeigte sich bereit, an der Fraktionssitzung teilzunehmen, um dort über die K-Frage zu sprechen. "Wenn der Wunsch besteht, bin ich gerne dort." Laschet hatte zuvor mitgeteilt, eine Teilnahme nicht geplant zu haben. Der CDU-Chef mahnte die Union, sich nicht auseinanderdividieren zu lassen. "Ein gutes, faires Miteinander ist gerade jetzt zentral. Ich setzte auf Geschlossenheit", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend in einer Sitzung der einflussreichen Landesgruppe der CDU-Abgeordneten aus NRW. Teilnehmern zufolge erhielt Laschet dort große Unterstützung für eine Kandidatur.

Mehrere Redner hätten ausdrücklich das einhellige Votum der CDU-Spitzengremien für Laschet begrüßt, hieß es. Der Rückhalt in der heimischen Landesgruppe dürfte für Laschet auch angesichts der Nervosität unter den Bundestagsabgeordneten wegen der schlechten Umfragewerte für die Union und für ihn persönlich wichtig sein. Die 42 NRW-Abgeordneten bilden immerhin die stärkste Landesgruppe unter den insgesamt 245 Unionsabgeordneten. Denn eine andere, wachsende Gruppe Unionsabgeordneter verlangt die Beteiligung der Fraktion an der Entscheidung. Der schriftlich erhobenen Forderung haben sich inzwischen bereits 70 Abgeordnete beider Parteien angeschlossen, wie das Nachrichtenportal The Pioneer schreibt. Die meisten von ihnen dürften dabei Laschets Rivalen Söder favorisieren.

Bilderstrecke zum Thema

Zehn Dinge, die Sie über den neuen CDU-Chef Armin Laschet wissen müssen

In der Politik ist er schon lange, für höhere Weihen wird er hingegen erst seit wenigen Jahren gehandelt: der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Zehn Dinge, die Sie über den CDU-Mann wissen müssen.


Der einflussreiche stellvertretende CDU-Vorsitzende, Volker Bouffier, sprach sich aber wie zuvor schon Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble dagegen aus. Ein weiteres Gremium müsse nicht befasst werden, sagte er The Pioneer. "Wir haben ja zwei Gremien mit allen, was man dazu braucht. Vorstände, Präsidien, dabei sollte es auch bleiben." Unklar ist, wann die Entscheidung fällt. Laschet drängt auf größtmögliches Tempo. Nach der breiten Unterstützung im CDU-Präsidium und -Vorstand für seine Kandidatur hatte er angekündigt, noch am Montag mit Söder sprechen zu wollen. Denn der hatte am Sonntag seinen Anspruch auf die Kandidatur mit dem Hinweis versehen, dass dies gelte, wenn die CDU ihn breit unterstütze. Nachdem es damit am Montag nichts wurde, wartet Söder darauf, dass sich seine Unterstützer lauter zu Wort melden – er hat es daher nicht eilig.

Das CSU-Präsidium gab ihm am Montag seinerseits die volle Unterstützung, anschließend machte er deutlich, dass es am selben Tag keine Entscheidung mehr geben würde, sondern erst in den nächsten Tagen. Laschets CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte im ZDF-Heute Journal: "Es kommt jetzt nicht auf einen Tag an, aber es wird sehr zügig sein." Mit Blick auf die Unterstützung der CDU-Spitzen am Montag für Laschet und Söders Einschränkung vom Sonntag, dass die CDU ihn rufen möge, sagte er, man werde "im Lichte der Entscheidung von heute, auch der Worte von gestern" darüber entscheiden.


Kommentar: Markus Söder überreizt in der K-Frage


Söders Hinweis auf Laschets schwache Umfragewerte wies er zurück. "Umfragen spielen natürlich immer eine Rolle, aber nicht die ausschließliche. Sondern es geht auch noch um andere Fähigkeiten, wenn man später eine Regierung führen will und eine Partei zusammenhalten möchte. Und diese Fähigkeiten bringt Armin Laschet mit." CDU-Vize Julia Klöckner ermahnte die Schwesterparteien zur Geschlossenheit. "CDU und CSU sind nur stark gemeinsam, wenn miteinander gemeinschaftlich die Frage der Kanzlerkandidatur geklärt wird", sagte die Bundeslandwirtschaftsministerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.


Dieses Thema hat Sie besonders interessiert? In unserem Newsletter "Aus dem Newsroom" erfahren Sie alles Wichtige über die Arbeit der Redaktion und erhalten exklusive Einblicke. Hier kostenlos bestellen. Freitags um 6 Uhr in Ihrem Mailpostfach.

Vielen Dank! Wir freuen uns, dass Sie sich für unseren Newsletter interessieren.

Jetzt fehlt nur noch ein kleiner Schritt: Aus Sicherheitsgründen bitten wir Sie, Ihre Anmeldung zum Newsletter zu bestätigen. So gehen wir sicher, dass Sie sich selbst angemeldet haben und schließen einen Missbrauch durch Dritte aus.

In Ihrem E-Mail-Postfach finden Sie eine E-Mail (an: ) von uns mit einem Link, den Sie am besten sofort mit einem Klick bestätigen. Bitte sehen Sie in Ihrem Spam-Ordner nach, falls Sie in Ihrem Posteingang keine Bestätigungsmail finden. Sollten Sie gar nichts von uns erhalten, melden Sie sich bitte am besten kurz per E-Mail bei uns: newsletter@nordbayern.de

Offenbar wurde der Newsletter bereits für diese Mailadresse bestellt. Falls Sie keine Bestätigungsmail erhalten haben, wenden Sie sich bitte an newsletter@nordbayern.de

Sie haben den Newsletter bereits erfolgreich für diese Mailadresse abonniert. Falls Sie diesen nicht erhalten sollten, wenden Sie sich bitte an newsletter@nordbayern.de.


dpa

8

8 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Politik