Gesundheit

Rosenquarz als Stein der Liebe: Was steckt dahinter?

21.11.2022, 08:31 Uhr
Esoteriker glauben, dass Rosenquarz unter anderem gegen unreine Haut hilft.

© IMAGO/Sofiya Garaeva Esoteriker glauben, dass Rosenquarz unter anderem gegen unreine Haut hilft.

Was ist Rosenquarz?

Rosenquarz ist eine Unterform des Minerals "Quarz" und gehört zu den Edelsteinen. Seine Farbe reicht von hell bis dunkelrosa und von klar bis milchig-trüb. Viele Menschen tragen ihn gerne, weil sie die Farbe schön finden. Zudem sind auch relativ günstige Steine zu haben, so dass Schmuckstücke mit Rosenquarz nicht viel kosten müssen. Allerdings ist die Herkunft der Steine oft fraglich - mehr dazu lesen Sie beim Punkt "Abbau".

Für manche Menschen ist der Rosenquarz viel mehr als nur ein Schmuckstein: Sie sehen ihn als Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit, das den Körper und die Seele heilen kann.

Was hat es mit "Heilsteinen" auf sich?

Edelsteinen und Kristallen wird schon seit Jahrtausenden eine Heilwirkung nachgesagt. Die Vorstellungen, dass Steine heilen können, findet sich beispielsweise in der traditionellen chinesischen Medizin und bei Hildegard von Bingen. Sie war eine Mystikerin aus dem 12. Jahrhundert, deren Schriften bei Esoterikern nach wie vor beliebt sind.

Demnach sollen verschiedene Steine und Kristalle unterschiedliche heilende Eigenschaften haben und den Menschen helfen, ihr Potential zu entfalten. Der rosafarbene Rosenquarz gilt hierbei nicht nur als Schutzstein, sondern steht vor allem für Liebe und Fruchtbarkeit. Er soll das Liebesleben verbessern und das Herz stärken, vor negativen Energien und Elektrosmog schützen. Wissenschaftliche Belege gibt es hierfür nicht.

Wo wird Rosenquark abgebaut?

Hauptsächlich findet man Rosenquarz in Brasilien, Namibia, Madagaskar, Amerika, Schweiz, Mexiko, Uruguay, Russland, Schottland und der Schweiz. Abgebaut werden die Steine teilweise unter lebensgefährlichen Bedingungen. In Madagaskar werden 80 Prozent der Halbedelsteine per Hand abgebaut. In besonders engen Minenschächten werden meist Kinder eingesetzt. Stürzen Stollen ein, werden immer wieder Menschen verschüttet. Die englische Zeitung The Guardian sprach 2019 von Heiledelsteinen wie Rosenquarz und Jade als den neuen "Blutdiamanten".

Viele Rosenquarz-Steine werden ohne Herkunftsangabe verkauft. Somit weiß man nicht, ob man mit dem Kauf diese Abbaumethoden unterstützt.

Der Rosenquarz als Stein der Liebe

Der rosafarbene Edelstein soll für Romantik, Liebe und Fruchtbarkeit stehen und ist deshalb vor allem bei Frauen – nicht zuletzt auch wegen der Farbe – sehr beliebt. Die Mythologie besagt, dass Rosenquarz von Amor, dem Gott der Liebe, auf die Erde gebracht wurde, um den Menschen Liebe zu schenken. Infolgedessen gilt er als Stein für Verliebte, da er Sehnsüchte und Wünsche wecken und für die Liebe empfänglicher machen soll.

Der Rosenquarz und seine Wirkung: Was Esoteriker mit dem Stein verbinden

Der Rosenquarz-Stein soll sich positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken, sagen Esoteriker. Obwohl es bislang keine wissenschaftlichen Belege für die heilenden Kräfte gibt, werden Rosenquarzkristalle in vielen Ländern als Heilsteine eingesetzt. Dabei gibt es viele unterschiedliche Anwendungswecke. Wir haben sie hier zusammengefasst.

Auswirkungen auf den Körper

Das Rosenquarzkristall soll Kopfschmerzen lindern und das Herz stärken. Gleichzeitig soll der Edelstein vorbeugend gegen Thrombose und Herzinfarkt wirken. Der rosafarbene Stein soll sich zudem positiv auf die Nerven und Nieren auswirken. Auch unreine Haut, Schlafstörungen oder starkes Schwitzen sollen durch die heilende Wirkung des Steins reduziert werden. Der Stein soll eine schützende Wirkung auf Brust, Gebärmutter, Eierstöcke und Hoden haben. Zuletzt soll Rosenquarz noch zur Fruchtbarkeit verhelfen.

Rosenquarz: Wirkung auf die Psyche

Dem rosafarbenen Stein werden jedoch nicht nur Effekte auf den Körper nachgesagt, sondern vor allem auch für die Seele und die Gefühle. Demnach soll Rosenquarz Liebeskummer lindern und die Suche nach einer neuen Liebe unterstützen. Außerdem soll der vermeintliche Heilstein eine seelische Verbundenheit mit dem Partner fördern und sich positiv auf Beziehungssorgen auswirken. Beziehungssorgen und Ängste im Umgang mit anderen Menschen sollen sich lösen, zudem soll der Heilstein die Libido steigern.

Rosenquarz soll bei Heimweh oder Albträumen helfen, seelische Wunden heilen und für innere Ruhe sorgen. Mithilfe des rosafarbenen Steins soll das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt werden. Wer Rosenquarz unter sein Kopfkissen legt, soll zugleich vor Schlafstörungen und Depressionen geschützt werden.

Da die Auswirkungen des rosafarbenen Steins nie belegt werden konnten, gehen Wissenschaftler von einem Placebo-Effekt aus. Wer somit an Rosenquarz glaubt, wird von der "Wirkung" profitieren.

Wie kann man einen Rosenquarz tragen?

Die Verwendung des Rosenquarzkristalls ist sehr vielfältig. Der rosafarbene Stein wird oftmals als Schmuckstück getragen, beispielsweise als Armband, Ring oder in Form von Ohrringen. Wer an die heilende Kraft des Steins glaubt, trägt ihn gerne als Halskette, denn nah am Herzen soll der Rosenquarz besonders kraftvoll sein.

Auch als Handschmeichler kommt der Rosenquarz oft zum Einsatz. Handschmeichler sind glatte Gegenstände, die durch ihre Größe gut in eine Hand passen und deren Berührung beruhigend wirken kann.

In der Esoterik spricht man ebenfalls von Handschmeichlern, Taschensteinen, Glückssteinen oder Troststeinen. Wie der Name schon sagt, stecken sich Heilstein-Fans gerne einen der glatten Steine in die Tasche, um ihn tagsüber immer wieder berühren zu können. Zudem werden die Steine unter das Kopfkissen gelegt und sollen dann vor Albträumen schützen.

Größere Rosenquarze werden für Kunstgegenstände wie beispielsweise Tierfiguren verwendet, mit denen man beispielsweise Wohnungen oder Büros dekoriert.

Im Kosmetikbereich wird der Edelstein als Rosenquarzroller für das Anti-Aging eingesetzt und soll einen Botox-Effekt generieren. Die Massage mit dem Roller soll die Gesichtsmuskeln entspannen und Falten in der Stirn- und Augenpartie vorbeugen. Denn gleichen Effekt erzielt man auch bei einer sanften Gesichtsmassage mit einem anderen glatten Stein oder den eigenen Fingern, berichtet Utopia.

Wie kann man Rosenquarz reinigen?

Bei Schmuckstücken ist hin und wieder eine Reinigung sinnvoll, damit sie von Hautölen und -schuppen befreit werden. Rosenquarz lässt sich einfach unter fließendem, warmem Wasser waschen und dann abtrocknen. Wie Sie angelaufenes Silber reinigen können, lesen Sie hier.

Bei der Verwendung von Rosenquarz als Heilstein gibt es zudem den Begriff des Entladens. Dabei soll der Stein von den aufgenommenen negativen Energien befreit und wieder einsatzbereit gemacht werden. Auch dazu wäscht man ihn unter fließendem Wasser. Anschließend muss er wieder aufgeladen werden. Hierbei legt man ihn auf einen Bergkristall oder ins Sonnenlicht.

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