Aufatmen: Weniger Corona-Fälle im Erlanger Wohnstift Rathsberg

3.12.2020, 10:00 Uhr
Das Wohnstift Rathsberg in Erlangen.

Das Wohnstift Rathsberg in Erlangen. © Klaus-Dieter Schreiter

Leichtes Aufatmen im Wohnstift Rathsberg: Nach dem Corona-Ausbruch in der Seniorenresidenz gehen die Zahlen der Infizierten zurück. Am Mittwoch, 2. Dezember, waren laut Geschäftsführung drei Bewohner auf Sars-CoV-2 positiv getestet, wovon eine Person nicht im Haus war. Ein Bewohner stand als Kontaktperson ersten Grades (KP 1) unter Quarantäne.

Zugleich hat das Haus einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen: Der Verstorbene sei einen Tag, nachdem er aus der Quarantäne entlassen worden war, in seinem Appartement verstorben. "Ob er nun wegen/an oder mit Corona verstorben ist, ist hier wieder die Frage", so die Geschäftsführung.

Für den Vorstandsvorsitzenden der von einem gemeinnützigen Verein organisierten Einrichtung, Wolfgang Strittmatter, zeigt der Rückgang, dass das hauseigene Hygiene- und Schutzkonzept greife.

Doch mit etwas Sorge blickt er auf die kommenden Weihnachtsfeiertage. Nach den aktuellen Regelungen der Politik sind Familienzusammenkünfte ja erlaubt.

Vereinsvorsitzender: Besuchsverbot wird aufrechterhalten

Das Wohnstift selbst werde zum Schutz der Bewohner das Besuchsverbot – nach derzeitigem Stand – aufrechterhalten, teilte Strittmatter auf Nachfrage mit.

Am 8. Dezember findet im Haus eine Vor-Weihnachtsfeier statt, die aus dem Konzertsaal in die Appartements übertragen wird. An Heiligabend gibt es eine Veranstaltung für die Bewohner, die im Wohnstift verbleiben.

In dem Haus war es jüngst zu einem Corona-Ausbruch mit 14 Bewohnern und fünf Mitarbeitern gekommen. Zudem stieß die offizielle Darstellung der Leitung über die Vorgänge bei Angehörigen auf Widerspruch.

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