Teuerstes Projekt: Gymnasiums-Neubau für 54 Millionen

16.11.2020, 15:38 Uhr
Die Tage des Emil-von-Behring-Gymnasiums in Spardorf sind gezählt: Inzwischen hat auch der Gemeinderat grünes Licht für Abriss und Neubau gegeben. Zurzeit wird die Bauleitplanung mit dem geänderten Bebauungsplan erneut öffentlich ausgelegt,

Die Tage des Emil-von-Behring-Gymnasiums in Spardorf sind gezählt: Inzwischen hat auch der Gemeinderat grünes Licht für Abriss und Neubau gegeben. Zurzeit wird die Bauleitplanung mit dem geänderten Bebauungsplan erneut öffentlich ausgelegt, © Foto: Harald Sippel

Nach den Informationen, die dem Schulausschuss des Landkreises kürzlich vorgelegt wurden, ist die Gemeinde Spardorf derzeit mit der Bauleitplanung befasst; die Kreisverwaltung rechnet damit, dass der vorliegende Bebauungsplan demnächst abschließend behandelt werden kann, wenn auch etwaige Einwände gegen die öffentlich ausgelegten Pläne berücksichtigt wurden.

Als nächstes wird direkt nach dem rechtskräftigen Abschluss des Bebauungsplanverfahrens ein Planungs- und Realisierungswettbewerb zur Umsetzung des Neubaus eingeleitet. Bereits im Juni dieses Jahres wurde mit der Generalinstandsetzung des Hallenbades und der Sporthalle begonnen. Alexander Tritthart rechnet damit, dass die prognostizierte Bauzeit von 14 Monaten eingehalten wird und der Betrieb zu Beginn des Schuljahres 2021/22 wieder aufgenommen werden kann.

Weitere Ausgaben geplant

Das neue Spardorfer Gymnasium ist nicht die einzige Ausgabe für den Bildungsbereich, die im Kreishaushalt 2021 ihren Niederschlag findet, wenngleich die definitiv teuerste. Im Oktober wurde damit begonnen, die Fassade des Gymnasiums Eckental zu sanieren. Für die Folgejahre 2021 und 2022 sind zwei weitere Bauabschnitte geplant.

Schülerzahlen bleiben stabil

Der Schulhaushalt des Kreises für 2021 basiert auch darauf, dass die Schülerzahlen im kommenden Jahr stabil bleiben. Im Schuljahr 2020/21 sind an den 14 Schulen des Landkreises 7935 Schülerinnen und Schüler angemeldet, wobei die weiterführenden Schulen ein Plus von 144 verzeichnen und auch die Förderschulen mit plus 17 leicht zulegen. Am Beruflichen Schulzentrum Herzogenaurach-Höchstadt ist die Schülerzahl dagegen mit minus 162 leicht rückläufig.

Ein Stück weit durch die Corona-Pandemie bedingt ist nach Einschätzung der Landkreis-Verwaltung ein Rückgang bei der Ganztagsbetreuung: "Nachmittagsbetreuungsangebote kamen zum Erliegen, Unterricht fand nur eingeschränkt statt", zählte der Landrat in der Sitzung des Schulausschusses auf.

Dennoch will man die Ganztagsbetreuung – in der offenen Ganztagsschule betrifft sie derzeit 640 Schülerinnen und Schüler in 32 Gruppen, in der gebundenen Ganztagsschule an der Höchstadter Don-Bosco-Schule 65 Schülerinnen und Schüler in fünf Klassen – auf 39 Gruppen ausbauen. Das soll 277.500 Euro kosten.

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