Sonntag, 28.02.2021

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Die Corona-Chronologie im Kreis Forchheim: Wie alles begann

Am 11. März 2020 wurde eine erste Infektion im Landkreis bekannt - Zweite Welle verlief anders - 16.01.2021 10:08 Uhr

covid

24.03.2020 © Ralf Rödel


Die erste bestätigte Covid-19-Infektion im Landkreis Forchheim wurde am Mittwoch, 11. März 2020, bekannt. Eine Lehrkraft am Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt hatte sich mit dem neuartigen Virus infiziert. Tags darauf wurde bekannt, dass ein Mann erkrankt ist, der in Forchheim arbeitet.

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So lief der Start der Corona-Impfungen im Landkreis Forchheim

95 Personen wurden am ersten Tag, nachdem der Corona-Impfstoff im Landkreis Forchheim angekommen ist, geimpft. 70 davon waren die Bewohner und Mitarbeiter des Demenzzentrums Lindenhof in Unterleinleiter. Weitere 15 Personen kamen als Über-80-Jährige zum Termin ins Impfzentrum Forchheim. Schließlich wurden noch zehn Mitarbeiter des Klinikums Forchheim geimpft, die dort auf der Intensivstation arbeiten.


Am Freitag, 13. März, wurden im Kreis Forchheim drei weitere Fälle von Infizierten bekannt, die sich bei Aufenthalten in Bayern und Südtirol angesteckt hatten. Am Dienstag, 17. März, teilte das Landratsamt Forchheim insgesamt acht Fälle im Landkreis mit. Nur drei Tage später waren es doppelt so viel, nämlich 16.


Corona-Krise: Alles zum aktuellen Stand im Kreis Forchheim


Bis Sonntag, 22. März, stieg die Zahl der bestätigt Erkrankten im Landkreis Forchheim weiter auf 24 Fälle. Eine Woche später gab es 73 Infizierte. Am Mittwoch, 1. April, waren 98 Infizierte im Landkreis bestätigt. Am Mittwoch, 8. April, waren 158 Fälle bekannt. Am Donnerstag, 9. April, teilte das Landratsamt mit , dass es aktuell 163 Infizierte im Kreis Forchheim gibt. 31 Personen davon waren wieder genesen. Mitte April - also rund einem Monat nach dem ersten Fall - gab es 190 Infizierte, davon 39 Genesene.

Vier Todesfälle im Frühjahr 2020

Im Zuge einer Covid-19-Erkrankung verstorben sind im Frühjahr 2020 vier Personen mit Wohnsitz im Landkreis Forchheim. Ein 70-Jähriger, der knapp zwei Wochen lang auf der Intensivstation am Klinikum Forchheim künstlich beatmet wurde, starb, drei weitere Personen in Krankenhäusern außerhalb des Landkreises. Ein weiterer schwer erkrankter Covid-19-Patient aus dem Klinikum Forchheim konnte als geheilt entlassen werden.

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"Drive-by"-Abstriche: So läuft es in der Corona-Teststation in Forchheim

Am 23. März ist die Abstrichstelle für Corona-Verdachtsfälle an der Forchheimer Herder-Halle in Betrieb gegangen. Vom Gesundheitsamt kontaktierte Personen lassen sich aus ihren Autos heraus im "Drive-by-Verfahren" Abstriche entnehmen, die dann ins Labor kommen. Ein exklusiver Einblick in die Schnelltest-Station.


Am Klinikum Forchheim wurde die Anzahl der Intensivbetten mit Beatmungsgeräten auf der Intensivstation im April 2020 von sieben auf zwölf erhöht. Diese Betten sind für Covid-19-Patienten mit schwerem Kranktheitsverlauf vorgesehen. "Außerdem stehen eine Station für Verdachtsfälle und eine Station für bestätigte Fälle zur Verfügung - mit je 40 Betten, die jeweils mit Überwachungsmonitor und mobiler Beatmung ausgestattet sind", so Kathrin Schürr, Pressesprecherin am Landratsamt mit.

Immer mehr Genesene und weniger Infizierte ab April 2020

Anfang April 2020 verlangsamte sich dann der Anstieg der Neuinfizierten im Landkreis Forchheim. Vom 31. März bis einschließlich 7. April gab es noch eine Zunahme von 86 auf 156 (+70), in der Woche darauf vom 7. bis zum 14. April war diese bei 156 auf 178 Infizierte (+22) deutlich weniger stark.

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In sechs Stufen zum Corona-Schutz: Durch das Impfzentrum in Forchheim

Mit einem großen Kraftakt haben das Technische Hilfswerk und mehrere Feuerwehren des Landkreises in den letzten Tagen das Forchheimer Impfzentrum im ehemaligen Schülerwohnheim "Don Bosco" eingerichtet. Es ist eines von zwölf in ganz Oberfranken und soll, wenn es in Betrieb geht, mindestens 300 Impfungen pro Tag schaffen. Am Mittwochabend gab eine erste Trockenübung – natürlich noch ohne den Impfstoff – um die Abläufe erproben und betrachten zu können. Die Nordbayerischen Nachrichten waren mit dabei und erklären, was die Impfwilligen dort erwartet.


Mitte April galten in Deutschland bereits mehr Menschen als vom Coronavirus genesen, als es noch Kranke gab. Deutschlandweit gab es 57 Prozent Genesene, im Kreis Forchheim waren es gerade mal 20 Prozent. Warum das so war, erklärt das Landratsamt hier.

In den folgenden Wochen erhöhte sich auch im Kreis Forchheim die Anzahl der genesenen Covid-19-Patienten immer mehr. Bis 9. Juni gab es insgesamt 208 Fälle von Infektionen.

Als die zweite Welle kam

Am 28. Juli wurde nach zwei Monaten ohne Neuinfektionen ein neuer Corona-Infektionsfall im Landkreis vom Landratsamt bestätigt, tags darauf ein zweiter. Die Zahlen blieben in den Sommermonaten aber niedrig. Ab Herbst stieg die Zahl der Neuinfektionen dann deutlich.

Am 1. Oktober gab es zehn Infizierte im Landkreis, am 15. Oktober waren es 32 Infizierte. Am 31. Oktober gab es bereits 105 Landkreisbürger, die zu diesem Zeitpunkt mit dem Coronavirus infiziert waren. Im Zeitraum 15. bis 31. Oktober erhöhte sich die Gesamtzahl der Infizierten im Landkreis seit Pandemiebeginn von 339 auf 481.

Insgesamt 2354 Infektionen im Jahr 2020

Am 14. November gab es 214 Menschen im Landkreis, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert waren, bis Monatsende waren es 296 Infizierte. Am 7. Dezember gab es 358 Infizierte im Landkreis, rund eine Woche später, am 15. Dezember 533 Infizierte und wieder eine Woche später, am 22. Dezember waren es 647 Infizierte.

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Kreativ bis herzlich: Botschaften in Forchheim in Zeiten der Corona-Krise

Die Geschäftswelt in Forchheim reagiert kreativ und mit frohen Botschaften in der Krisenzeit. "Glaubt mir, die guten Zeiten sind schon auf dem Weg zu uns", heißt es in einem Schaufenster. Die Aushänge sind kreativ bis herzlich.


Zum Jahresende meldete das Landratsamt 444 nachweislich positiv auf das Coronavirus getestete Landkreisbürger. Insgesamt gab es seit Pandemiebeginn im Jahr 2020 im Landkreis Forchheim 2354 Coronavirus-Infektionen.

Immer mehr Todesfälle

Anders als in der Ersten Welle im Frühjahr 2020 kam es im Herbst zu einigen Corona-Fällen in Seniorenheimem im Landkreis Forchheim: Im Seniorenheim Tabea in Heiligenstadt, im Forchheimer Jahnpark im Caritas-Pflegezentrum St. Elisabeth in Forchheim, im Seniorenzentrum Martin Luther in Streitberg und im Pflegezentrum Klinikum Fränkische Schweiz in Ebermannstadt.

Seit dem 18. November 2020 erhöhte sich die Anzahl der Landkreis-Bewohner, die seit Pandemie-Beginn mit einer Covid-19-Erkrankung verstorben sind, deutlich: Erst von vier auf sechs Personen, zum 23. November auf neun Personen. Zum 27. November gab es zwölf Todesfälle, zum 7. Dezember 17 Todesfälle.

Zum 14. Dezember zählte der Landkreis bereits 22 Covid-Todesfälle. Bis zum 22. Dezember gab es zehn weitere Todesopfer. Zum 27. Dezember erhöhte sich die Zahl auf 42, bis Neujahr auf 46. Bis zum 4. Januar waren es 53, zum 8. Januar 65 Covid-Todesfälle. Zum 14. Januar waren insgesamt 73 Landkreisbewohner infolge von Covid-19 verstorben.

Hintergründe zu den Zahlen, die das Robert-Koch-Institut veröffentlicht, finden Sie hier.


Unter diesem Link finden Sie täglich aktualisiert die Zahl der Corona-Infizierten in der Region. Sie haben selbst den Verdacht, an dem Virus erkrankt zu sein? Hier haben wir häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt.


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