Mittwoch, 14.04.2021

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Fürth: Neues Schnelltest-Zentrum startet in Kürze

Schon in den nächsten Tagen sollen die beiden Stationen loslegen - 05.03.2021 10:00 Uhr

Wie hier – das Bild zeigt eine Schnelltest-Station in Frankfurt am Main – wird auch an den beiden hiesigen Standorten ein Nasenabstrich genommen.

04.03.2021 © Foto: Tim Wegner/epd


Nach dem Testzentrum in Atzenhof und dem Impfzentrum in der Rosenstraße bauen Stadt und Landkreis jetzt ein Schnelltest-Zentrum auf: Hier werden anders als in Atzenhof keine PCR-Tests gemacht, die im Labor ausgewertet werden, sondern Antigen-Schnelltests, wie sie bereits für Besucher von Seniorenheimen üblich sind. Das Ergebnis liegt schon nach 15 Minuten vor.


Kommentar zur Corona-Teststrategie: Warum dauert das alles so lange?


Das Zentrum, das die Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth (AGNF, sie betreibt auch das Test- und das Impfzentrum) und das BRK gemeinsam betreiben werden, steht Bürgerinnen und Bürgern aus Stadt und Landkreis offen. Loslegen soll es schon in den nächsten Tagen: Man warte nur noch auf die Finanzierungszusage aus München, sagt Landratsamtssprecher Christian Ell.

Der Schnelltest – dabei nimmt geschultes Personal einen Nasenabstrich – wird dann an zwei Stationen angeboten: im Fürther BRK-Katastrophenschutzzentrum und im Steiner BRK-Heim. Bürger können ohne Anmeldung kommen.

In Kürze sollen samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr beide Stationen geöffnet sein, das Katastrophenschutzzentrum außerdem montags und mittwochs von 16 bis 20 Uhr, die Station in Stein dienstags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr.

Bund und Länder verbinden mit massenhaften Schnell- und Selbsttests die Hoffnung, mehr Normalität ermöglichen zu können, bis jedem Bürger ein Impfangebot gemacht werden kann.

Manche der geplanten Lockerungen sind ans Vorzeigen eines negativen Ergebnisses gekoppelt – etwa die Öffnung der Außengastronomie ab 22. März, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz seit mindestens 14 Tagen zwischen 50 und 100 liegt.


Corona-Lage in Fürth: Inzidenz im Landkreis um die 80


In diesem Bereich bewegt sich seit Anfang Februar der Inzidenzwert in Fürth und im Landkreis (Donnerstag: 64,6 und 79,8). Zuletzt pendelte er zwischen 60 und 80. Bleibt es dabei, sind ab 15. März alle Schüler im Wechselunterricht.

Bei einer Inzidenz unter 50 wäre für Abschluss-, Grund- und Förderschüler sogar Präsenzunterricht in Klassenstärke möglich. Ein Hin und Her will man an den Schulen vermeiden, eine Regelung gilt daher für die ganze Woche.

OB Jung: "Zaghafte Schritte in die richtige Richtung"

Als "zaghafte Schritte in die richtige Richtung" sieht OB Thomas Jung die angekündigten Lockerungen. "Wir werden versuchen, die Möglichkeiten auszuschöpfen. Wir müssen Handel, Gastronomie, Kultur und Reisebüros helfen, wo wir nur können."

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Besonders wichtig ist für ihn, dass bei einer Inzidenz unter 100 ab Montag Terminshopping möglich ist (siehe auch Text unten) – und Individualsport im Freien mit bis zu 20 Kindern. Jung hofft, dass "wir die Inzidenz unter 100 halten" und man bald einen Platz im Biergarten buchen, ein Theater besuchen kann. Was ihn nach wie vor aufbringt, ist das schleppende Impftempo.

Selbsttests für Schulen und Kitas werden geliefert

Neben den Schnelltests durch geschultes Personal sollen auch Selbsttests, die Laien zuhause durchführen können, bei der Eindämmung des Coronavirus helfen. Der Freistaat will damit insbesondere an Schulen und Kitas die Sicherheit erhöhen und das Personal mit zwei Tests pro Woche ausstatten. Im Lauf des Freitags sollen in Fürth 46.000 Selbsttests für die Einrichtungen ankommen, sie werden wohl frühestens am Montag verteilt.

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