Förderung vom Bund

Millionen für den Nürnberger Radschnellweg nach Stein und Zirndorf

Arno Stoffels
Arno Stoffels

Region und Bayern

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26.8.2021, 14:07 Uhr
Mit fast zwei Millionen Euro fördert der Bund die Planungen für einen Radschnellweg im Großraum Nürnberg.

Mit fast zwei Millionen Euro fördert der Bund die Planungen für einen Radschnellweg im Großraum Nürnberg. © Friso Gentsch/dpa

Der Baubeginn für den ersten Radschnellweg könnte 2025 sein. Nach Angaben der Planer soll die Verbindung in Nürnberg am zentralen Verkehrsknotenpunkt „Plärrer“ beginnen.

Von dort werden die Radfahrenden dann in westliche Richtung zur Querung des Main-Donau-Kanals bis zum Anschlussknotenpunkt Rothenburger Straße/Schwabacher Straße/Gebersdorfer Straße geführt.

Neue Brücke über das Rednitztal

Zur Querung des sich anschließenden Rednitztals soll eine neue Radwegebrücke gebaut werden.

Im Anschluss soll der geplante Radschnellweg dann über die ehemalige Bibertbahn-Trasse bis zum westlichen Bauende in Leichendorf führen, wo er an den überregionalen Biberttalradweg anschließt.

So soll der neue Radschnellweg auf der Bibertbahntrasse aussehen

So soll der neue Radschnellweg auf der Bibertbahntrasse aussehen © © Staatliches Bauamt Nürnberg, NN

Die Abzweigung in südliche Richtung zur Stadt Stein soll ebenfalls über die ehemalige Bahntrasse geführt werden.

Die Strecke endet in der Stadt Stein an der Einmündung zur Hauptstraße und schließt dort an das städtische Radwegenetz an.

2000 Radfahrer täglich

Für die neue Verbindung wird mit über 2000 Radlern pro Tag gerechnet. Die Planungskosten in Höhe von 2,47 Millionen Euro werden mit 1,85 Millionen Euro vom Bundesverkehrsministerium gefördert.

Der Baubeginn ist ab 2025 geplant. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) teilte dazu mit, dass es sich bereits um die dritte Förderung für ein Radschnellwegeprojekt in Bayern durch sein Ministerium handele.

Weitere Radschnellwege in Bayern, die bereits eine Förderung des BMVI erhalten haben, sind Trassen zwischen Erlangen und Herzogenaurach sowie zwischen Garching/Unterschleißheim und München.

Insgesamt stehen für die Radschnellwege in Bayern 65 Millionen Euro bereit. Weitere Projekte wurden bereits angekündigt. „Mit den von uns geförderten Radschnellwegen fahren Radfahrer schnell, sicher und bequem ans Ziel", so Scheuer.

Gerade für Berufspendler seien diese Spezial-Radwege eine große Verbesserung.

"Fahrradregion Franken"

"Jetzt machen wir die Metropolregion in Franken zur Fahrradregion. Nachdem wir gerade erst mit dem Metropolradweg von Nürnberg nach Bamberg einen 60 Kilometer langen Radweg auf den Weg gebracht haben, kommen jetzt weitere 14 Kilometer dazu", so Scheuer.

Radschnellwege sind in der Regel über zehn Kilometer lang und von anderen Verkehrsmitteln getrennt und werden dauerhaft unterhalten, inklusive Winterdienst.

Damit sind Radschnellwege besonders für urbane Räume und Metropolregionen interessant.

75 Prozent Kostenübernahme

Der Bund beteiligt sich mit durchschnittlich 75 Prozent an den Kosten für die Planung und den Bau.

Michael Frieser, CSU-Bundestagsabgeordneter für Nürnberg-Süd und Schwabach, begrüßte die Förderung.

"Ich bin froh, dass wir mit Bundesmitteln einen Beitrag für die nachhaltige und klimafreundliche Entwicklung meiner Heimatstadt leisten", so Frieser.

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