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ADAC-Umfrage: Parkplätze und Baustellen sorgen für Unmut in Nürnberg

ADAC befragte Verkehrsteilnehmer in Nürnberg - 01.02.2021 05:37 Uhr

Der Fahrradverkehr in Nürnberg wurde im ADAC Monitor etwas besser bewertet.

13.05.2020 © Hauke-Christian Dittrich, dpa


Bereits 2017 befragte der ADAC die Verkehrsteilnehmer in Nürnberg. Im Herbst 2020 wurde die Studie „Mobil in der Stadt“ mit einem ganz ähnlichen Studiendesign wiederholt. Nun wurden die Ergebnisse des ADAC Monitors vorgestellt.

Schon im Jahr 2017 kam der Pkw-Verkehr in Nürnberg mit einem negativen Gesamtindex am schlechtesten weg. Dieser Wert hat sich drei Jahre später noch einmal beim Baustellenmanagement (-8 Punkte) und um bei den verfügbaren Stellplätzen (-7) verschlechtert, teilte der ADAC Nordbayern mit.

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Versöhnlicher zeigten sich die befragten Autofahrer über das Verhalten von Fußgängern (+10) und die Wegweisung an Straßen (+4). Insgesamt sank die Zufriedenheit im Bereich Autoverkehr jedoch von -1 auf -3 Punkte. „Die in Nuancen weiter verschlechterte Bewertung des Straßenverkehrs belegt die nicht ausreichend aufeinander abgestimmte Baustellenplanung der Stadt. Zudem schlägt sich auch die massive Reduktion von Stellplätzen in der Umfrage nieder.“ Bewertet Jürgen Hildebrandt, Leiter der Abteilung Verkehr, Technik und Umwelt die Umfrageergebnisse.

Radverkehr in Nürnberg deutlich verbessert

Im Vergleich zum Jahr 2017 sind die Nürnberger aber mit den Bedingungen für Radfahrer zufriedener. Der Gesamtindex stieg hier von 13 auf 18 Punkte. Positiv bewertet wurde, dass es mehr Leih-Fahrräder (+25 Punkte) gibt, auch die Wartezeit an Ampeln und zuverlässige Zielerreichung (+18 und +19 Punkte) sowie das Angebot von Fahrradstellplätzen (+14 Punkte) kam bei den Befragten besser weg.

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Nach wie vor ausbaufähig halten ein Teil der Befragten das Radewegenetz und den Zustand der Radwege. „Unserer Einschätzung nach sind unter anderem das attraktive Angebot der VAG für Leihfahrräder sowie der Bau des Fahrradparkhauses mitverantwortlich für die positivere Bewertung des Radverkehrs. Die negative Einschätzung des Radwegnetzes ist sicherlich auf die veränderte Nutzung in der Corona-Krise und auf den öffentlichen Fokus durch den Radentscheid zurückzuführen. Die positiven, baulichen Entwicklungen entfalten zudem erst in den nächsten Jahren ihre Wirkung“, ordnet Hildebrandt die Bewertungen ein.

Weniger Autos, zufriedenere Fußgänger

Um vier Punkte leicht verbessert hat sich die Zufriedenheit der Fußgänger. Das liegt nach Einschätzung des ADAC wohl am etwas geringeren Auto-Verkehr im Zuge der Corona-Pandemie.

Bei der Bewertung des Öffentlichen Nahverkehrs in Nürnberg gab es laut der Studie kaum Veränderungen zum Jahr 2017. Zwar fanden die Interviewten die Sicherheit an den Haltestellten (+12 Punkte) und die Reiseinformationen (+8 Punkte) besser. Das Preis-Leistungsverhältnis schnitt in der Gesamtbetrachtung immer noch sehr schlecht ab. Aber es gab immerhin ein leichte Verbesserung (+7 Punkte), die womöglich auf die Einführung des 365-Euro-Tickets für Schülerinnen und Schüler zurückzuführen sein könnte, wie der ADAC mitteilt.

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Unzufrieden waren die Befragten mit dem Platzangebot in Bussen und Bahnen – und das obwohl wegen der Corona-Pandemie viel weniger Fahrgäste unterwegs waren. Der Verkehrsclub vermutet, dass die Menschen zuletzt ein höheres Abstandsbedürfnis wegen der Ansteckungsgefahr empfanden.

In der repräsentativ angelegten Befragung hat der ADAC im Oktober und November 2020 bundesweit rund 12.000 Interviews in 30 Städten ausgewertet. „Nürnberg ist die einzige Stadt, die nach der 2017 durchgeführten Mobilitätsbefragung im vergangenen Jahr erneut teilgenommen hat“, so der Verkehrsclub, der seinen Monitor den beteiligten Städten als Grundlage empfiehlt, ihre Mobilitätsplanung zu optimieren und auf die Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen. Die weiteren Ergebnisse gibt es unter www.adac.de/monitor.

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