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Frankenderby: Darum sichert die Polizei das leere FCN-Stadion

Wie verhalten sich die Fans, wenn am Sonntag der 1.FCN gegen die SpVgg Fürth antritt? - 27.11.2020 17:26 Uhr

Trotz Geisterspiel: Die Polizei bringt sich am Sonntag rund um das Max-Morlock-Stadion in Stellung. Das Aufgebot wird aber deutlich kleiner sein. Denn eine Anreise von Fans kann laut Polizeisprecher nicht ausgeschlossen werden.

10.06.2020 © Sportfoto Zink / DaMa, NNZ


Natürlich darf beim Fußballklassiker zwischen dem 1. FCN und der Spielvereinigung Greuther Fürth die Frage nicht fehlen, ob sich vor dem Max-Morlock-Stadion auch Polizei-Einsatzkräfte postieren? Schließlich wird es ein Geisterspiel, Fans auf den Rängen wird es nicht geben.


Wir erinnern uns: Lokalderbys dieser Güte hat die Polizei in der Vergangenheit immer als Hochrisikospiele tituliert. Und das hatte seinen Grund. In beiden Lagern gibt es besonders gewaltbereite Fans. Immer wieder haben frustrierte Anhänger versucht, Gegner abzupassen oder den Gästeblock im Stadion zu stürmen.

Der Situation angeglichen

Die Polizei fährt die Taktik, Fans strikt zu trennen, falls nötig, stellt die VAG auch U-Bahn-Sonderzüge oder Bus-Shuttles bereit. Um Eskalationen zu vermeiden, waren vor Corona pro Saison in Bayern stets zehntausende Beamte im Einsatz, in der Saison 2013/2014 waren es beispielsweise 33.300. Rund 4000 Polizisten waren alleine mit dem 1. FCN beschäftigt.


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Bleibt es mit Blick auf Corona und das Geisterspiel also am kommenden Sonntag ruhig am Frankenstadion? „Die Anzahl der Einsatzkräfte wird entsprechend der Situation angeglichen. Im Einsatzraum werden sich, auch wenn das Spiel ohne Zuschauer ausgetragen wird, Kräfte aufhalten“, sagt Robert Sandmann, Sprecher im Präsidium, auf Anfrage. Eine Anreise von Fans aus beiden Lagern bis vor das Stadion könne nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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Anfrage der Grünen

Dass es aber nicht so viele Kräfte sein werden, wie zu üblichen Bundesligaspielen, ist klar. Wie viel ein Spiel mit Fans den Steuerzahler kostet, dazu hüllte sich das Ministerium auf eine Anfrage der Grünen vor fünf Jahren schon in Schweigen. Ähnlich ist es heute auch bei der Frage, wie viel Geld gespart wird. Sandmann: „Zu etwaigen Einsparungen kann keine Aussage getroffen werden.“

Etwas konkreter wird Florian Kriesten, Bezirksvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft: „Es wäre schön, wenn wir dadurch etwas einsparen könnten. Leider ist es so, dass genau die Einsatzeinheiten, die man dort bündeln würde, nun zur Überwachung der Covid-19-Regeln eingesetzt werden.“

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