16°

Sonntag, 25.08.2019

|

Höhere Gebühren: Sterben wird in Nürnberg ab Oktober teurer

Im Vergleich liegt Nürnberg bei Gebühren für Gräber und Urnen im Mittelfeld - 18.07.2019 17:09 Uhr

Ab Herbst erhöhen sich in Nürnberg die Friedhofsgebühren. Ein normales Grab wird dann 57 Euro statt 50 Euro im Jahr kosten. © Bodo Schackow/ZB/dpa


Das Erdgrab einfach breit und einfach tief, also für eine Leiche, wird künftig 57 Euro statt 50 Euro im Jahr kosten. Ist es doppelt so breit oder doppelt so tief, verdoppelt sich der Betrag. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich bei dem Grab um ein neues oder um die Verlängerung eines schon bestehenden handelt. Bei Familiengräbern liegt die Einheit nicht bei 57, sondern bei 75 Euro.

Die Kosten für ein Urnengrab steigen von 35 auf 41 Euro, für eine Urnennische von 70 auf 75 Euro. Die Sargbestattung eines Erwachsenen liegt bei 1158 Euro und die eines Kindes bei 450 Euro.

Bilderstrecke zum Thema

Prominente Todesfälle: Diese Menschen verließen uns 2019

Sportler, Schauspiel-Stars oder Politiker - diese im Jahr 2019 verstorbenen Persönlichkeiten bleiben im Gedächtnis.


Die Nutzung der großen Trauerhallen am Südfriedhof, Westfriedhof, Boxdorf, Reichelsdorf und Fischbach kostet für 30 Minuten 390 Euro. Den Erhöhungen muss in der kommenden Woche noch der Ältestenrat des Stadtrats zustimmen.

Die Einnahmen der Friedhofsverwaltung müssen die Kosten für den Unterhalt der Nürnberger Friedhöfe decken. Die Stadt darf also keinen Gewinn oder Verlust über Jahre hinweg machen. Zum Aufwand, der finanziert werden muss, gehören auch die Pflege der Gemeinschafts- und Grünanlagen der Friedhöfe sowie die Arbeitszeit des eingesetzten Personals.

 Gebühren für Nürnberg im Mittelfeld

Künftig werden aber keine zusätzlichen Gebühren mehr erhoben, wenn die Beisetzung auf kleineren Friedhöfen wie in Fischbach erfolgt. Berücksichtigt werden bei der Kalkulation von Friedhofsgebühren, die in der Regel auf zwei Jahre angesetzt ist, neben dem Aufwand der Friedhofsverwaltung die Fläche des Grabes und seine Belegung. Schon seit Mitte des Jahres ist es möglich, das Grabnutzungsrecht nach Ablauf der vorgeschriebenen Ruhezeit flexibel zu verlängern. Ziel dieser Regelung ist, dass weniger Gräber aufgegeben werden.


Verbotene Trauer: Wenn Grabschmuck nicht erlaubt ist


Die Vermutung, dass die Friedhofsgebühren in Nürnberg im Vergleich zu anderen Großstädten teuer sind, kann nicht belegt werden. Die Grabgebühren von 20 deutschen Großstädten unterscheiden sich stark und sind sehr individualisiert. Für ein einfaches Erdgrab beträgt die Gebühr in Berlin 29 Euro im Jahr, in Dortmund 120 Euro, in Wiesbaden 108 Euro, in München 69 Euro, in Rostock 47 Euro und in Nürnberg ab Oktober 57 Euro. Auch bei den Kosten für Urnengräber und Urnennischen liegen die Gebühren für Nürnberg im Mittelfeld.

Bilderstrecke zum Thema

Top Ten der Trauerhits 2016: Mit Gabalier und Unheilig unter die Erde

Welche Lieder im vergangenen Jahr am häufigsten auf Trauerfeiern gespielt wurden und wer es an die Spitze der Rangliste geschafft hat, erfahren Sie in unserer Bildergalerie.


 

André Fischer E-Mail

3

3 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg