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Nürnberg: Noch keine Corona-Schnelltests in Drogerien und Apotheken verfügbar

Warten auf die Testkits: Lieferung kommt wohl Mitte der Woche - 08.03.2021 12:34 Uhr

Der mittlerweile ausverkaufte Spucktest, den die Einhorn-Apotheke im Sortiment hatte, soll nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Tests für Privatpersonen gab es am Montag nicht. 

08.03.2021 © Eduard Weigert, NNZ


„Ich bin schon am Samstag beim Aldi leer ausgegangen. Und hier haben sie auch keine Schnelltests“, sagt Silke Koch auf einem Parkplatz vor der Rossmann-Filiale in Altenfurt. Die Nürnbergerin möchte den Geburtstag ihrer Mutter feiern. Um die 78-Jährige, die noch nicht geimpft ist, zu schützen, wollte sie sich und den Rest der Familie am Festtag testen. „Wir werden jetzt halt ins Testzentrum fahren“, sagt sie.


Schnelltestzentrum: Hier können sich Nürnberger kostenlos testen lassen


Den Weg ins Testzentrum müssen auch andere Testwillige antreten: Die Schnelltests für den privaten Gebrauch waren am Montag im stationären Handel in Nürnberg weitgehend nicht verfügbar. Sowohl im Drogeriemarkt Müller als auch bei Rossmann in der Innenstadt schütteln die Verkäuferinnen entschuldigend den Kopf, als sie auf die Produkte angesprochen werden. „Wir packen gerade die aktuelle Lieferung aus, aber bisher habe ich die Tests noch nicht gesehen“, sagt eine Mitarbeiterin bei Rossmann.

Bei DM in der Karolinenstraße berichtet eine Verkäuferin, dass die begehrte Ware wohl am Donnerstag geliefert wird. Was eine Packung kostet, weiß sie noch nicht. „Ich habe was von um die zehn Euro gehört“, so die Mitarbeiterin.

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In den Apotheken in der Innenstadt könnten unzählige Testkits verkauft werden. „Die Nachfrage ist groß“, sagen sowohl die Mitarbeiterinnen der City-Apotheke in der Königsstraße, als auch die aus der Einhorn-Apotheke in der Färberstraße. Bereits am Wochenende hätten Kunden nachgefragt, sowohl telefonisch als auch in den Geschäftsräumen.

Hoffnung auf baldige Lieferung der Corona-Schnelltests

Die Mitarbeiterinnen der City-Apotheke hoffen, dass sie bald Ware geliefert bekommen. Auch sie rechnen mit Preisen um die zehn Euro pro Test. Wie die Verteilung der von der Politik angekündigten kostenlosen Tests ablaufen soll, wissen sie nicht. Sie kritisieren, dass die Apotheken oftmals zu spät über Neuerungen informiert werden. „Bei den kostenlosen Masken war der Andrang enorm“, erinnert sich eine Mitarbeiterin.

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In der City-Apotheke und vielen anderen Apotheken kann man sich von einer ausgebildeten Fachkraft einen professionellen Schnelltest abnehmen lassen. Mit 40 Euro schlägt das in der Regel zu Buche. Die Einhorn-Apotheke hat diese Möglichkeit nicht. „Uns fehlt ein extra Raum dafür“, so eine Angestellte. Das Geschäft in der Färberstraße hatte zeitweise Spucktests im Angebot, die aber von medizinisch geschultem Personal angewendet werden müssen und bereits ausverkauft sind.

Ansturm auf Tests auch bei Aldi am Wochenende

Bereits am Wochenende hatte Aldi erste Schnelltests angeboten. Diese waren bereits nach kurzer Zeit ausverkauft, obwohl der Verkauf pro Kundin oder Kunde auf eine Packung mit fünf Tests begrenzt war. Der Discounter Lidl bot die Produkte zunächst über seinen Onlineshop an, der aufgrund hoher Nachfrage aber zeitweise nicht mehr erreichbar war.

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