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SPD-Antrag: "Protected Bike Lanes" bald in Nürnberg?

Vorbilder für geschützte Radwege in Washington, Kopenhagen, Berlin - 25.11.2019 11:24 Uhr

Der ADFC Nürnberg hat es vorgemacht: Eine Spur der Pillenreuther Straße wurde kurzerhand abgesperrt, um einen geschützten Fahrradweg zu simulieren.

25.11.2019 © Isabel-Marie Köppel


Vorbilder für die "Protected Bikes Lanes" (PBL) gibt es weltweit genügend: In den USA, wo das Konzept herkommt, gibt es sie in vielen Großstädten, in der europäischen Rad-Metropole Kopenhagen sowieso. Doch auch in Deutschland bis es bereits Beispiele: Die erste PBL hat bereits im Herbst 2018 das niedersächsische Osnabrück eingerichtet, wenig später folgte die Hauptstadt Berlin.

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Das Prinzip PBL funktioniert, indem man die äußere Spur des Autoverkehrs abtrennt und dem Radfahren zur Verfügung stellt - und ist also nur dort möglich, wo mindestens zwei Spuren für Autofahrer vorhanden sind. Die Radwege werden baulich abgetrennt, zum Beispiel durch Poller, Blumenkübel oder ähnliches. So können Autos sie weder überfahren noch darauf parken. Ein Ärgernis, das man aktuell auch in Nürnberg oft beobachten kann und das Radfahrer zu gefährlichen Ausweichmanövern zwingt. Mit den "Protected Bike Lanes" fällt dieses Risiko weg.

Zusätzlich werden die Wege oft, wie aktuell in Nürnberg die Fahrradstraßen, farblich markiert. Der Post des Nürnberger SPD-Politikers Nasser Ahmed, der gemeinsam mit OB-Kandidat Thorsten Brehm die Einrichtung von PBLs in Nürnberg fordert, zeigt ein Beispiel aus dem US-amerikanischen Washington:

In einem aktuellen Antrag fordern Ahmed und Brehm, Radwege - "wo räumlich möglich" - vom Autoverkehr abzutrennen. Diese Maßnahme dürfe keineswegs auf Kosten von Fußgängern oder Grünstreifen gehen, heißt es dort weiter. "Es wird Zeit, dass wir uns an die Umverteilung des Raumes machen", sagt SPD-Stadtrat Ahmed. Wenn man den Radverkehr langfristig stärken wolle, gehe das nur auf mehr Platz.

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In ihrem Antrag fordern die SPD-Politiker die Einrichtung eines Modellprojekts, mit dem an einer Stelle im Stadtgebiet das Konzept getestet werden soll. Welche Straße dies sein könne, da wolle er nicht vorgreifen, sagt Ahmed. "Es gibt schon verschiedene Straßen, bei denen ich es mir vorstellen könnte, zum Beispiel den Ring oder die Rothenburger Straße." Auch die Pillenreuther Straße, die der ADFC Nürnberg erst im Oktober für eine Aktion teilweise gesperrt hat, um eine "Protected Bike Lane" zu simulieren, sei denkbar. Und mit Blick in die Zukunft fügt Ahmed hinzu, dass auch die parallel zum Frankenschnellweg verlaufenden Wege, wie beispielsweise die Fürther Straße, sich für geschützte Fahrradwege eignen könnten.

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