Sonntag, 07.03.2021

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Corona: Elf neue Todesfälle

Die Inzidenz im Kreis Roth und in Schwabach sinkt leicht. Doch es sterben zu viele Menschen - 15.01.2021 14:30 Uhr

Noch immer gibt es (zu) viele Neuinfektionen. Und auch die Zahl der Menschen, die an oder mit Corona sterben, steigt weiter, sowohl im Landkreis wie in Schwabach

13.06.2020 © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa


Bei den Neuinfektionen ist die Kurve etwas abgeflacht, doch sowohl im Kreis Roth (253,3) als auch in Schwabach (207,4) liegt die Sieben-Tage-Inzidenz immer noch über der Marke von 200.

Die verschärften Maßnahmen, vor allem die Bewegungseinschränkung auf einen 15-km-Radius um den eigenen Wohnort, bleiben in Kraft, bis der Inzidenzwert an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 200 liegt. Davon ist man zumindest im Landkreis Roth weit entfernt.

Möglicherweise gelten schärfere Regeln aber auch bald für alle. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten wollen ihr für übernächste Woche geplantes Treffen auf nächste Woche vorziehen.

Hoffnungsträger: die Impfung

Größter Hoffnungsträger inmitten der Pandemie sind die Schutzimpfungen, die seit 27. Dezember laufen. In den ersten drei Wochen konnten im Landkreis Roth exakt 1705 Bürgerinnen und Bürger eine erste Spritze erhalten. Das entspricht bei knapp 127 000 Einwohnern einer Impfquote von 1,35 Prozent. Mehr war und ist nicht möglich, weil der Impfstoff noch so knapp ist.

Zum Zuge kamen bislang fast ausschließlich Bewohnerinnen und Bewohner in Altenheimen, das dortige Pflegepersonal sowie besonders gefährdetes Personal der Kreisklinik.

Ein paar Dutzend Impfungen gab es auch schon im Rother Impfzentrum. Hier erhielten beispielsweise Rettungssanitäter und andere Mitarbeiter aus den BRK-Bereitschaften den Impfstoff von Biontech gespritzt.

"Zweitspritze" ab Sonntag

Wann das Rother Impfzentrum in der Gildestraße und seine drei angedachten Außenstellen in Rohr, Spalt und Greding den regulären Betrieb – zunächst für die Generation der über 80-Jährigen – aufnehmen, stand auch gestern noch nicht fest.

Unabhängig davon wird ab Sonntag mehr Vakzin verabreicht als bisher. Dann gibt es nämlich nicht nur die erste Spritze für die nächsten Aspiranten in der Prioritätengruppe eins.

Am Sonntag werden auch diejenigen zum zweiten Mal immunisiert, die vor drei Wochen, am 27. Dezember, die erste Schutzimpfung bekommen hatten, also einige Mitarbeiter aus der Kreisklinik sowie Bewohnerinnen und Bewohner des Rother Wohnstifts Augustinum.

Ab dann läuft der Impfbetrieb aus Erst- und Zweitspritze parallel. Die Befürchtung, dass es mit der Impfung insgesamt langsamer vorangeht, weil man den Impfstoff jetzt ja für die "Zweitspritze" benötigt, ist unbegründet. Diese Dosen waren vom Hersteller schon vor drei Wochen geliefert worden. Sie wurden bislang aber zurückgehalten.

Keine Termine mehr frei

Was für den Landkreis Roth gilt, gilt natürlich auch für Schwabach. Auch hier wurden zunächst Heimbewohner, Pflegepersonal und Personal des Krankenhauses geimpft. Seit dieser Woche hat das Impfzentrum an der Huttersbühlstraße geöffnet, allerdings wird aufgrund der Knappheit des Impfstoffs noch lange nicht unter Volllast gefahren.

Der Betrieb lief weitgehend reibungslos, allerdings gab es, wie berichtet, die im Vorfeld befürchteten Probleme bei der telefonischen Anmeldung. Viele über 80-Jährige klagten, dass über Stunden kein Durchkommen in der Hotline war.

Entspannung nächste Woche?

Die Stadt bittet nach wie vor um Geduld und Verständnis – und hofft, dass sich die Lage ab nächster Woche etwas entspannt. Grundsätzlich gilt: Es ist nicht nur eine telefonische Anmeldung möglich. Sehr einfach ist auch eine Registrierung über das Internet unter www.impfzentren.bayern. Aber natürlich ist gerade die Generation 80+ nicht so internet-affin.

Nächste Woche kann im Schwabacher Impfzentrum etwas mehr Impfstoff gespritzt werden als diese Woche. Zum Start hatte das umgebaute Sportheim der DJK Schwabach, wie berichtet, nur am Mittwoch und Donnerstag geöffnet. Nächste Woche sind schon drei Tage möglich. Allerdings: Alle 125 Termine an diesen drei Tagen sind bereits vergeben.

Gleichzeitig sind auch in Schwabach die mobilen Teams in den Heimen unterwegs, um mit der zweiten Spritze den Impfschutz zu vervollständigen.

Schwabacher Impfquote 1,1 Prozent

Insgesamt haben in Schwabach bisher 455 Bürger eine erste Impfung erhalten – 180 Altenheimbewohner, 125 Ärzte und Pflegende in Krankenhaus und Heimen sowie 150 stationär im Impfzentrum. Die Impfquote in der Stadt liegt damit aktuell bei 1,11 Prozent.

ROBERT GERNER

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