Donnerstag, 04.03.2021

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Sex im Auto und Pizzaparty: Mehrere Corona-Verstöße in Franken

Ausgangssperre: Polizei hat mehrere Menschen nach 21 Uhr angezeigt - 24.01.2021 16:41 Uhr

Eine Pizzaparty, ein nächtliches Schäferstündchen im Auto, Spaziergänge: Die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen halten manche Menschen nicht von ihrem Vorhaben ab. Auch an diesem Wochenende verteilte die fränkische Polizei etliche Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung.

Wohl ihren natürlichen Instinkten folgend hat es sich ein Pärchen in Igensdorf im Landkreis Forchheim im Auto bei laufendem Motor gemütlich gemacht, um dort Sex zu haben. Sofern andere Leute davon nicht belästigt werden würden, wäre das an sich noch kein Problem - doch das Liebespaar suchte sich während der Corona-Beschränkungen die falsche Zeit für das Schäferstünchen aus. Nämlich 1.30 Uhr. Ertappt von der Polizei droht ihnen nun ein Bußgeld von bis zu 500 Euro.

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Mehrere Corona-Partys in Franken aufgelöst

Der Hunger konnte auch in Nürnberg zehn junge Menschen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren nicht davon abhalten, sich noch nach 21 Uhr zu treffen - nur, dass es hier um Pizza ging. So musste Polizeiinspektion Nürnberg-West am Freitag gegen 22.30 Uhr eine Feier in einer Privatwohnung im Stadtteil Wetzendorf auflösen. Die Partygäste trafen sich dort, um gemeinsam Pizza zu essen und Musik zu hören. Alle Anwesenden werden wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz zur Anzeige gebracht.

Auch in Thiersheim und Marktredwitz kontrollierte die Polizei in der Nacht zum Sonntag zudem Corona-Partys mit Personen aus zu vielen Haushalten. Eine weitere Feier fand in Bamberg statt. Bei einer Party in Regensburg versuchten die Gäste, im zweiten Stock über Fenster vor der Polizei zu fliehen. Die Polizei hatte das Gebäude daraufhin umstellt. Auch über das Treppenhaus versuchten einige Teilnehmer zu entwischen.

In Burgkunstadt randalierte ein Mann, der sich zuvor geweigert hatte, im Supermarkt eine Maske zu tragen.

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Mit Drogen und Kind über rote Ampeln gerast

Ohne Führerschein, aber mit einem Kind auf der Rückbank und Drogen im Blut, ist ein 45-Jähriger am Samstag nach 21 Uhr in Nürnberg mit seinem Auto vor einer Polizeikontrolle geflohen. Die Streife sei in Nürnberg auf den Mann aufmerksam geworden, weil er eine rote Ampel überfahren habe, teilte die Polizei am Sonntag mit. Als sie den 45-Jährigen aufhalten wollten, gab er den Angaben zufolge Gas, fuhr über mehrere rote Ampeln und floh dann weiter zu Fuß in ein Waldstück. Nach kurzer Verfolgung nahm die Polizei ihn fest. Bei seiner Flucht zu Fuß ließ er den 10-jährigen Sohn seiner Lebensgefährtin alleine im Auto zurück.

Im oberfränkischen Forchheim soll am Samstagabend ein 17-Jähriger randaliert und eine weitere Jugendliche zu Boden geschubst haben. Dort war es ebenfalls zum Streit gekommen, weil der 17-Jährige sich geweigert hatte, eine Maske zu tragen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Beim Eintreffen der Polizei habe der mutmaßliche Täter ebenfalls die Beamten beleidigt. Er musste die Nacht in Gewahrsam verbringen.

Völlig Ahnungslos gab sich dagegen in Schlaifhausen (Landkreis Forchheim) ein Spaziergänger, als die Polizei ihn gegen 22 Uhr nach seinem triftigen Grund fragte. Der 48-Jährige gab an, von einer Ausgangssperre nichts zu wissen und dass er von einem Besuch nach Hause fahren würde.

Am Samstag gegen Mitternacht fiel Beamten in Lichtenfels eine 25-jährige Frau auf, die noch unterwegs war. Für einen Moment ergriff sie die Flucht, blieb dann aber stehen und lies sich kontrollieren. Sie konnte keinen triftigen Grund nennen, warum sie noch draußen war - und hatte zudem Betäubungsmittel dabei.

Kurz vor Mitternacht wollte die Polizei bei Thiersheim (Landkreis Wunsiedel) ein Fahrzeug mit drei Insassen überprüfen. Doch noch während der Streifenwagen wendete, beschleunigte das Auto und fuhr davon. Anhand des Kennzeichens konnten inzwischen allerdings der Halter und die Mitfahrer ermittelt werden. Auch hier hat die Polizei eine Anzeige beim Landratsamt vorgelegt.


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jm/msö

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