Tödliche Gewalt in deutschen Amtsstuben: Eine blutige Chronik

3.12.2014, 17:47 Uhr
Ein Jobcenter-Mitarbeiter wurde in Rothenburg von einem 28-Jährigen mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt - leider kein Einzelfall.

Ein Jobcenter-Mitarbeiter wurde in Rothenburg von einem 28-Jährigen mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt - leider kein Einzelfall. © dpa

Dezember 2014: Bei einem Messerangriff im Jobcenter von Rothenburg ob der Tauber wird ein 61 Jahre alter Mitarbeiter der Behörde von einem 28-Jährigen erstochen.

September 2014: Ein 55-jähriger Steuerberater erschießt im Finanzamt Rendsburg (Schleswig-Holstein) einen 57-jährigen Beamten. Der Täter hatte die Behörde für seine finanzielle Misere verantwortlich gemacht.

Mai 2013: Bereits Anfang 2010 hatte ein 34-Jähriger einen Mitarbeiter der Arbeitsagentur in Leipzig mit Pfefferspray attackiert. Der Täter war dafür wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden und stand unter laufender Bewährung gestanden. Im Mai 2013 schlägt er mit einem Hammer auf eine Mitarbeiterin im Jobcenter Leipzig ein.

April 2013: Ein 74-jähriger Rentner erschießt den Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) in dessen Büro und sich selbst. Der Schütze soll jahrelang Ärger mit der Justiz gehabt haben.

September 2012: Er glaubte, die Behörde handele illegal mit seinen Daten – deshalb ersticht ein fünffacher Vater eine Mitarbeiterin des Jobcenters im niederrheinischen Neuss.

Mai 2011: Eine 39-Jährige randaliert in einem Frankfurter Jobcenter und verletzt einen Polizisten mit dem Messer. Seine Kollegin erschießt die Frau.

Februar 2001: Ein 46 Jahre alter Langzeitarbeitsloser tötet den Direktor des Arbeitsamtes in Verden (Niedersachsen) mit Stichen in den Kopf. Die Behörde hatte ihm die Unterstützung gestrichen.

Mai 1998: Ein 69-Jähriger erschießt aus Rache und Hass auf die Justiz einen Amtsrichter in Essen. Dann tötet er sich selbst.

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