Brandstiftung?

Schon wieder ein Feuer in Übermatzhofen

27.7.2021, 15:32 Uhr
Der Feuerteufel in Übermatzhofen hat ende Juli 2021 erneut zugeschlagen - das  achte mal seit 2019. Diesmal ging ein Stück der Friedhofshecke in Flammen auf.

Der Feuerteufel in Übermatzhofen hat ende Juli 2021 erneut zugeschlagen - das achte mal seit 2019. Diesmal ging ein Stück der Friedhofshecke in Flammen auf. © Rainer Heubeck, NN

Dort hatte der Brandstifter schon einmal Feuer gelegt - die Thuja-Hecke am Eingangsbereich des Friedhofes brannte damals komplett ab. Im jüngsten Fall konnte der Brand an der Südwestseite des Friedhofes von den Feuerwehren Übermatzhofen und Langenaltheim rasch gelöscht werden. Etwa 15 Meter Hecke gingen in Flammen auf, zu sehen sind nur noch die angebrannten und verkohlten Stämmchen.

Die Ermittlungen nach der neuerlichen Brandstiftung hat die Kriminalpolizei in Ansbach übernommen. Aktuell gibt es „keine neuen Erkenntnisse“ die auf den Täter oder die Täterin schließen lassen, so Rainer Seebauer von der Pressestelle der mittelfränkischen Polizei.

Zuletzt hatte es im Februar in dem 260-Seelen-Dorf gebrannt. Und zwar in einer Feldscheune, die ohne Stromanschluss ist, sodass ein technischer Defekt ausgeschlossen werden konnte. Bis auf einen Brandort lagen die Feuerstellen alle außerhalb der Ortschaft. Nur einmal ging eine Hecke im Ortsbereich in flammen auf – durch Zufall wurde der Brand rasch entdeckt, sodass ein Übergreifen auf eine angrenzende Scheune verhindert werden konnte.

Etliche Fälle seit 2019

Begonnen hat die Brandserie im Jahr 2019, als mehrere Holzstöße und Hecken sowie ein Campingwagen angezündet wurden. Alle bisherigen Ermittlungen und Befragungen von Verdächtigen Personen brachten keine Hinweise auf den Feuerteufel, der 2020 komplett ruhe gab. Viele Übermatzhofener dachten, dass die Gefahr nun vorrüber sei, doch seit Februar geht wieder die Angst um. „Man geht da schon oft mit einem unguten Gefühl ins Bett“, beschrieb eine Übermatzhofenerin die Gefühlslage im Dorf.

Bislang sind durch die sinnlosen Taten keine Menschen oder Tiere zu Schaden gekommen. Auch der Sachschaden hält sich in Grenzen – bis auf den Brand an der Scheune, bei dem die Reparatur von Holzwand und Dach geschätzte 25000 Euro kosten dürfte.