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Start der VfL-Baskets verschiebt sich ins Ungewisse

In der 1. Regionalliga Südost gibt es heuer kein Spiel mehr - 31.10.2020 09:31 Uhr

Ende Januar 2020 spielte der VfL Treuchtlingen (am Ball Simon Geiselsöder) in der alten Saison gegen die Rosenheimer. Wann es zur Neuauflage des Duells kommt, steht genauso in den Sternen wie die Frage, wann die Regionalliga wieder einen geregelten Spielbetrieb aufnehmen kann.

30.10.2020 © Foto: Uwe Mühling


Am Sonntag, 1. November, sollte es auswärts beim SB DJK Rosenheim mit dem ersten Punktspiel nach rund acht Monaten Pause losgehen. Doch daraus wird nichts, das Match ist abgesagt. Obendrein sind im November weder Training noch Wettkämpfe im Amateursport erlaubt – und dazu zählt auch die 1. Regionalliga, trotz mehrerer semi-professioneller Vereine, die sich darin tummeln.

Inzwischen ist für VfL-Coach Stephan Harlander, Basketball-Abteilungsleiter Stefan Schmoll und Co. klar, dass in diesem Jahr kein Spielbetrieb mehr stattfindet. So hat es der Verband entschieden. Selbst wenn im Dezember Sporthallen wieder öffnen und Mannschaftssport wieder gestattet sein sollte, bräuchten die Vereine einen Vorlauf. Ligareferent Robert Daumann hat jedenfalls gegenüber den Vereinen angekündigt, dass es vor dem Start nochmals eine Vorbereitungsphase geben wird.

Dunkelrot in Rosenheim

Die Treuchtlinger hatten schon vor einigen Tagen wegen einer Absage in Rosenheim angefragt. Die Oberbayern verhielten sich "topkooperativ", wie Harlander sagt, sodass die Begegnung in beiderseitigem Einvernehmen abgesetzt wurde. Basketball im Hochrisiko-Gebiet? Das war für beide Seiten kaum vorstellbar.


Stefan Schmoll: "Wahnsinniger finanzieller Einschnitt"


Harlander und Co. waren jedenfalls froh, dass sie in diesen schwierigen und unsicheren Zeiten nicht die gut 200 km lange Tour ins Alpenvorland antreten müssen. Schon zuvor hatte man sich gegen TTL Bamberg auf eine Absage geeinigt. Es hätte der letzte Test sein sollen. "Wir hätten mit voller Kapelle gespielt und ein Ligaspiel simuliert", sagt Trainer Harlander, der in den vorangegangenen Spielen allen Korbjägern möglichst viel Einsatzzeit gegeben hätte. Gegen Bamberg hätte er dagegen voll auf seine Topleute gesetzt.

Lob für Neuzugang

Vom Kader her gesehen hat sich bei den VfL-Baskets nicht viel verändert. Das Team der Vorsaison ist zusammengeblieben, Claudio Huhn ist nach langer Verletzungspause zurück und mit Aaron Lyuverovych ist ein Neuzugang vom TV Lauf gekommen. Der 19-Jährige hat dort in der Bezirksoberliga gespielt und einen Schnitt von gut 15 Punkten erzielt. Er bringt auch Erfahrung aus der Nachwuchs-Bundesliga bei den Falcons Nürnberg mit und ist selbst auf die Treuchtlinger zugekommen.

"Aaron ist mit Feuereifer dabei, er hat total großes Potenzial, hat einen guten Wurf, ist schnell, wendig und kreativ", sagt der Coach über seinen neuen Schützling. Das angesprochene Potenzial müsse man natürlich noch herausarbeiten und in Treuchtlingen müsse der junge Spieler sein Können und sein Selbstvertrauen zudem auf die nächste Stufe transportieren. Alles in allem spricht Harlander aber von einer Topverstärkung.

Spieler müssen sich fit halten

Wie Aaron Lyuverovych waren natürlich alle VfL-Spieler und auch der Coach heiß auf den Start. Angesichts der Entwicklungen hat man bei den Treuchtlingern aber "vollstes Verständnis" (Harlander) für die neuerlichen Beschränkungen und akzeptiert diese.

Für die Baskets geht es nun darum, sich in den nächsten Wochen fit zu halten. "Wir wollen das möglichst professionell angehen und bereit sein. Wir sind es dem VfL und unseren Fans schuldig, so gut wie möglich drauf zu sein, wenn es wieder losgeht", sagt Trainer Stephan Harlander.

Im Sommer seien die Spieler in guter Verfassung aus der Zwangspause zurückgekehrt. Darauf hofft der Coach nun auch im Winter, wenngleich es hier aufgrund des Wetters selbstredend schwieriger ist, regelmäßig zum Laufen zu gehen. Dennoch ist Harlander überzeugt, "dass wir gleich wieder mit anständigem Training einsteigen können", wenn grünes Licht kommt.

Von März bis Juli?

Wann das der Fall ist, das ist momentan völlig offen. Stephan Harlander kann sich angesichts der Corona-Lage gut vorstellen, die Saison erst von Mitte März bis Ende Juli zu spielen. Als Vorteil für den VfL sieht er die Tatsache, dass alle Spieler vor Ort sind und bei entsprechender Erlaubnis sofort wieder in den Trainings- und Spielbetrieb einsteigen können.

Als Nachteil betrachtet er die "schwelende Unsicherheit, was die Hallenbelegung angeht". Wenn die Senefelder Schule die Sporthalle erneut als Unterrichtsraum nutzen muss, dann kann es wie schon im Sommer passieren, dass die VfL-Baskets fürs Training die "Klassenzimmer" auf und abbauen müssen.


Vor zehn Jahren: Aufstieg der VfL-Baskets


Für Freitagabend war in der "Sene" eigentlich das Abschlusstraining angesetzt, das dann jedoch abgesetzt wurde. Stattdessen gab es ein Videomeeting, bei denen die VfL-Basketballer organisatorische Dinge wie etwa die Dauerkarten (gut 100 wurden verkauft) und das Hygienekonzept für kommende Heimspiele ebenso besprachen, wie das Fitnessprogramm für die Mannschaft. "Alles was ansteht, wird bequatscht", fasste Trainer Harlander den Online-Treff zusammen.

1. Regionalliga Südost, Gruppe Süd: SB DJK Rosenheim – VfL Treuchtlingen abgesagt, BG Leitershofen/Stadtbergen – Fireballs Bad Aibling abgesagt, MTSV Schwabing – FC Bayern München III (Samstag, 17.30 Uhr), Baskets Vilsbiburg – TSV Unterhaching (Samstag, 18.30 Uhr); Gruppe Nord: Weimar/Jena II – TTL Bamberg abgesagt, Würzburg – Ansbach abgesagt.

UWE MÜHLING

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