Regionalliga

Gegen Unterhaching und Fürth: SC Eltersdorf sagt Heimspiele ab

Katharina Taubeneder
Katharina Taubeneder

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2.12.2021, 16:17 Uhr
Zu Hause geht nichts mehr: Heimspiele werden die Eltersdorfer 2021 nicht mehr austragen.

Zu Hause geht nichts mehr: Heimspiele werden die Eltersdorfer 2021 nicht mehr austragen. © Sportfoto Zink / Oliver Gold, Sportfoto Zink / Oliver Gold

In der grassierenden Corona-Pandemie gibt es Wichtigeres als Sport. Darin sind sich alle beim SC Eltersdorf einig. Dass das nun auch der Bayerische Fußballverband (BFV) so sieht, freut die Verantwortlichen der Quecken daher. Zwar hatte der BFV den Amateurfußball schon vor einer Woche in die Winterpause geschickt, die Regionalliga aber sollte weiterspielen. Unbedingt.

Am Mittwoch gab es nun eine weitere Corona-Beratung, an der alle Vereine aus der höchsten bayerischen Spielklasse teilgenommen haben. Am Ende stand die Entscheidung des Verbands, den Klubs die Möglichkeit zu geben, Partien zu verschieben - so lange alle Beteiligten einverstanden sind.

Einen Tag später war der Spielplan schon sehr ausgedünnt. Auch die Quecken haben nicht lange gezögert. Die Heimspiele gegen Unterhaching (am Freitag) und die Kleeblatt-U23 (am Dienstag) sind ebenso abgesagt wie die Fahrt zum VfB Eichstätt.

Zwei Platzverweise beim 1:3 gegen Memmingen

Nach aktuellem Stand steht damit nur noch ein Spiel an in diesem Jahr, am Freitag, 10. Dezember, beim FC Bayern München II. Auch hier ist der SC Eltersdorf in Abstimmung mit den FCB-Verantwortlichen. Eine Entscheidung, ob die Partie stattfindet, steht noch aus und hängt wohl auch davon ab, ob die Bayern im Grünwalder Stadion einen Alternativtermin finden. Wenn das nicht möglich ist, müssten die Eltersdorfer antreten, auch wenn sie nicht wirklich wollen.

"Hohe Inzidenzwerte, weitere Einschränkungen für Zuschauer bis zu möglichen Geisterspielen und letztlich auch die Wetterprognosen waren ausschlaggebend für diese Entscheidung. Die Gesundheit aller muss im Vordergrund stehen", lässt SCE-Manager Joachim Uhsemann ausrichten.

Dass auch ein Fußballspiel unter 2G-Plus-Regeln kein leichtes Unterfangen ist, haben die Eltersdorfer zudem am Dienstag feststellen müssen. Die Partie gegen den FC Memmingen hat stattgefunden - mit dem besseren Ende für die Gäste. Zwar hatten die Quecken stark begonnen, die beste Chance hatte Manuel Stark mit einem Lattentreffer. Kurz vor der Halbzeitpause aber nutzte Pascal Maier einen Fehlpass der Hausherren zur Führung.

Schnelltests vor Ort und unter Aufsicht

In der 56. Minute legten die Schwaben, die im neuen Jahr der ehemalige ATSV-Trainer Fabian Adelmann übernimmt, noch eins drauf. Yannick Scholz köpfte zum 2:0 ein, Maximilian Göbhardt erzielte mit einem Flachschuss das 1:2. Oktay Leyla jedoch machte in der Nachspielzeit für die Gäste alles klar. Die erschöpften Eltersdorfer waren zu dem Zeitpunkt schon nur noch zu neunt gewesen, nachdem Tobias Schaffors Gelb-Rot und Tim Sulmer Rot nach einer Tätlichkeit kassiert hatten.

180 Zuschauer wollten im Elsner-Sportpark live dabei sein. 50 von ihnen hatten die Möglichkeit genutzt, vor Ort einen Schnelltest unter Aufsicht zu machen. Die anderen hatten ihren aktuellen Testnachweis bereits mitgebracht.

Auch wenn knapp 200 Zuschauer an einem Fußballplatz nicht viel sind - gemessen an tatsächlichen Großveranstaltungen - hatte das Erlanger Ordnungsamt das Geschehen vor Ort im Blick, und mahnte ihm Nachgang auch, dass nicht überall Abstände oder die Maskenpflicht eingehalten wurden. Weitere Kontrollen wird es so schnell trotzdem nicht geben - das nächste Heimspiel der Eltersdorfer findet erst zum Restrunden-Start im neuen Jahr statt. Wenn es hoffentlich nicht mehr so viel Wichtigeres als den Sport gibt.

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